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Klima
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von Karl Iten
aus Basel

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Fahrt mit dem Hurtigrutenschiff
MS Nordlys entlang an Norwegens Küste von Bergen bis Kirkenes und zurück

MS-Nordlys von Hurtigruten

Hurtigrutenreise, eine Erfahrung, die man nicht missen möchte
Es ist das Licht, was einen im Norden verzaubert, egal, ob Mittsommernacht, wenn die Sonne nicht untergehen will, oder der letzte und der erste Sonnenstrahl, wenn sich die Sonne im Winter verabschiedet. Es ist eine Mischung aus dem, was man selbst fühlt und was man sieht. An manchen Wintertagen kann man auch in unseren Breiten erahnen, wie es ist, diese fremde Welt, wo doch alles sonst so vertraut scheint. Trolle sollten es übersetzen können, aber diese Sagengestalten des Nordens sind selbst Bestandteil des allseits Seltsamen.
Da stehen nun die Menschen fasziniert an der Reeling der Hurtigrutenschiffe und denken, sie könnten diese Stimmung auf Fotos mit nach Hause nehmen. Es gelingt genauso wenig, wie es jemals gelungen ist, diesen einzigartigen Zauber eines Sonnenuntergangs in tropischen Gefilden auf einem Bild zu verewigen.

Warum die Einheimischen, die Norweger ihre Häuser bunt anmalen kann man nur verstehen, wenn man den Kontrast auf einer Fahrt mit einem Hurtigrutenschiff einmal gesehen hat, wenn sich unmittelbar nach dem Glänzen der Sonnenstrahlen die Welt in einer plötzlichen Nebelbank verdunkelt, man nur noch das Nachglimmen der rot-, blau-, grün- und gelblackierten kleinen Häuser an Land empfindet, und plötzlich, von einem Augenblick auf den anderen ist alles wieder in dieses überirdische Sonnenlicht getaucht, geflutet.
Kontraste, das ist es, was man vor allem empfindet. Man fühlt in sich die Ambivalenz des Seins, der kurze Zeitraum des Lebens. Norwegens Küste ist privilegiert, mehr von dem zu erhalten, was das Leben zum Leben benötigt. Der Golfstrom schafft Wärme heran, die Kraft der Sonne aus äquatorialer Fülle. Man traut der Sonne so, wie sie sich einem präsentiert auf der Fahrt mit den Postschiffen, instinktiv gar nicht zu, dass sie außer dieser scheinbar alles durchdringenden Helle auch genügend Wärme in sich trägt. Aber sie ist da, man fühlt sie unter sich, in sich, riecht sie förmlich in der wunderbar klaren Luft, und selbst der Geschmackssinn ist geschärft, um sich ja keine der sparsamen, überall gespeicherten Energien entgehen zu lassen.

Die Erfahrungen, die man bekommt, wenn man eine Fahrt entlang Norwegens macht, immer die Küste im Blick, immer ganz nah am Land, sind elementar. Diese Region der Erde kommt mit wenig aus. Die Bäume saugen während der kurzen Sommer soviel, wie möglich in sich auf und speichern die Kraft des Sommers, um dem langen Winter trotzen zu können. Selbst den allseits präsenten Flechten kann man ihren unbändigen Überlebenswillen ansehen. Man sieht allem an, dass es an die Umstände angepasst ist und sogar den strengsten Winter mit dem weißesten Schnee und dem strengsten Frost überleben wird. Elche, Rentiere, Ottern, Bären, Wölfe, Vögel, Nagetiere, alle haben für kurze, aber ausreichende Zeit mehr als genug Nahrung in den Weiten des Landes. Unter einem, im Meer wimmelt es zusätzlich vor Überfluss.

Man fühlt bei kleinen Exkursionen ins Landesinnere, dass man in den gemäßigten Breiten, zu Hause in Mitteleuropa mehr als reich beschenkt ist vom dortigen Klima. Nach einer Reise von Bergen nach Kirkense oder entgegengesetzt weiß man, dass in jedem Fall mehr drin ist, dass die Erde verschwenderisch zu geben hat
Für die Passagiere der Hurtigruten erschließen sich diese wundersamen Erkenntnisse zaghaft erst, dann mit den feinen Strahlen der nördlichen Sonne immer intensiver, bis der nachhaltigste Eindruck in einem entstanden ist, den man jemals von einer Reise zurückbehalten hat.

Norwegische Post Flagge

Die Fahne der norwegischen Post flattert am Heck der MS Nordlys. Die Sonne scheint und das Meer ist glatt wie ein Spiegel

Die Fahrt durch den Geirangerfjord ist der erste Höhepunkt auf dieser Reise. Auf beiden Seiten sind immer wieder Wasserfälle zu sehen, denen die

Norweger romantische Namen gegeben haben wie "der Brautschleier" oder "der Freier"

Fahrt durch Geirangerfjord in Norwegen mit Hurtigruten MS Nordlys

In Trondheim kann man den gewaltigen Nidarosdom besichtigen,
das repräsentativste skandinavische Architekturdenkmal der Gotik.

Auch hölzerne Speicherhäuser gibt es noch zu sehen.

Garangerfjord Wasserfall Brautschleier
Trondheim
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Nordkapp Koordinaten
Speicherhaeuser von Trondheim

MS NORDNORGE
MS FINNMARKEN
MS KONG HARALD
MS POLAR STAR
MS TROLLFJORD
MS MIDNATSOL
MS POLARLYS
MS RICHARD WITH
MS NORDLYS
MS NORDKAPP
MS LOFOTEN
MS VESTERALEN
MS NORDSTJERNEN
MS FRAM

Damit man weiß wo man sich befindet, kann man am Nordkapp die Koordinaten dieses besonderen Platzes lesen.

Svolvaer, Hauptstadt der Lofoten, bietet im Hafen das "Magic Ice", eine Galerie die das Leben der Menschen auf den Lofoten  in Kunstwerken aus Eis zeigt.

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2007/08 aller Hurtigruten-
Schiffe auf
einen Blick

Deko aus Eis

Wolkenfetzen schieben sich bei 4 Grad Celsius immer wieder über die Erdkugel, welche die nördlichste Stelle Europas markiert. Wie man heute weiß, stimmt das nicht ganz.

Die Samen sind die Besitzer der wertvollen Rentiere, die in Herden gehalten werden und im Sommer auf Mageroya, der
Nordkapp-Insel weiden.

Ute und Alban Scholl-Dupre am Nordkapp

Dorthin werden sie durch die norwegische Armee gebracht - im Herbst müssen sie jedoch zurück schwimmen.

Samen, die Bewohner des nördlichen Skandinaviens
Kirkenes

In Hammerfest
kann man dem Eisbärenclub

In Kirkenes, nahe der russischen Grenze, sind nicht nur die Straßenschilder zweisprachig.

Eisbaerenclub

 beitreten.
Der Club hat das Ziel, die Traditionen der nordnorwegischen Stadt zu bewahren. Um in der Jahreshauptversammlung mitbestimmen zu können, sollte man am 3. Sonntag im Januar um 18 Uhr in Hammerfest sein.

Lofoten

Henningsvaer auf den Lofoten ist ein altes Fischerstädtchen. Auch heute noch hängt der Geruch von Stockfisch in der Luft.

Die Stelzenhäuser sehen nicht nur malerisch aus, sie werden auch bewohnt.

Die Reise ist fast vorbei. Bergen mit dem Weltkulturerbe Bryggen ist wirklich einen Besuch wert.

Weltkulturerbe Bryggen in Bergen

Es war eine wunderbare, sehr erholsame, jedoch auch sehr abwechslungsreiche Reise.

Dramatische Einfahrt in den Trollfjord: Man sieht erst sehr kurz vorher, wo die Einfahrt ist.
Der berühmte Fjord ist 2 km lang und meist nur 100 m breit.

Trollfjord in Norwegen

Als Passagier hat man das Gefühl, man könne die Wände der über 1000 m hohen, teilweise vergletscherten Berge berühren. Natürlich erfolgt nachts auch ein Überfall der Trolle

Bei der Abfahrt von den Lofoten sieht man mehrere Stunden lang die 100 km lange Lofotenwand, die keine Wand ist, sondern eine Aneinanderreihung von einzelnen schroffen Bergen.

die Kette der Lofoteninseln

 Ein wunderbarer Blick zurück beim Abendessen im Speisesaal.

Copyrights:
Texte: Wolfgang Hoffmann, Ute Scholl-Dupré
Fotografien: Ute und Alban Scholl-Dupré

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