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 |  |  |  |  |  |  |  |  | |  | | | von Karl Iten aus Basel | | | | Travel Offers, Reisen 2005, Kreuzfahrten 2005, Flugtickets, Billigtickets, Ryanair, Germania, HLX, dba, Germanwings, Gexx.de, easyjet, Mietwagen preisvergleich, Interhome, ferienwohnung
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|  | Fahrt mit dem Hurtigrutenschiff MS Nordlys entlang an Norwegens Küste von Bergen bis Kirkenes und zurück |
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 | Hurtigrutenreise, eine Erfahrung, die man nicht missen möchte Es ist das Licht, was einen im Norden verzaubert, egal, ob Mittsommernacht, wenn die Sonne
nicht untergehen will, oder der letzte und der erste Sonnenstrahl, wenn sich die Sonne im Winter verabschiedet. Es ist eine Mischung aus dem, was man selbst fühlt und was man sieht. An manchen Wintertagen kann man auch in unseren Breiten erahnen, wie es ist, diese fremde Welt, wo doch alles sonst so vertraut scheint. Trolle sollten es übersetzen können, aber diese Sagengestalten des Nordens sind selbst Bestandteil des allseits Seltsamen. Da stehen nun die Menschen fasziniert an der Reeling
der Hurtigrutenschiffe und denken, sie könnten diese Stimmung auf Fotos mit nach Hause nehmen. Es gelingt genauso wenig, wie es jemals gelungen ist, diesen einzigartigen Zauber eines Sonnenuntergangs in tropischen Gefilden auf einem Bild zu verewigen. Warum die Einheimischen, die Norweger ihre Häuser bunt anmalen kann man nur verstehen, wenn man den Kontrast auf einer Fahrt mit einem Hurtigrutenschiff einmal gesehen hat, wenn sich unmittelbar
nach dem Glänzen der Sonnenstrahlen die Welt in einer plötzlichen Nebelbank verdunkelt, man nur noch das Nachglimmen der rot-, blau-, grün- und gelblackierten kleinen Häuser an Land empfindet, und plötzlich, von einem Augenblick auf den anderen ist alles wieder in dieses überirdische Sonnenlicht getaucht, geflutet. Kontraste, das ist es, was man vor allem empfindet. Man fühlt in sich die Ambivalenz des Seins, der kurze Zeitraum des Lebens. Norwegens Küste ist privilegiert, mehr von dem zu
erhalten, was das Leben zum Leben benötigt. Der Golfstrom schafft Wärme heran, die Kraft der Sonne aus äquatorialer Fülle. Man traut der Sonne so, wie sie sich einem präsentiert auf der Fahrt mit den Postschiffen, instinktiv gar nicht zu, dass sie außer dieser scheinbar alles durchdringenden Helle auch genügend Wärme in sich trägt. Aber sie ist da, man fühlt sie unter sich, in sich, riecht sie förmlich in der wunderbar klaren Luft, und selbst der Geschmackssinn ist geschärft, um sich ja keine
der sparsamen, überall gespeicherten Energien entgehen zu lassen. Die Erfahrungen, die man bekommt, wenn man eine Fahrt entlang Norwegens macht, immer die Küste im Blick, immer ganz nah am Land, sind elementar. Diese Region der Erde kommt mit wenig aus. Die Bäume saugen während der kurzen Sommer soviel, wie möglich in sich auf und speichern die Kraft des Sommers, um dem langen Winter trotzen zu können. Selbst den allseits präsenten Flechten kann
man ihren unbändigen Überlebenswillen ansehen. Man sieht allem an, dass es an die Umstände angepasst ist und sogar den strengsten Winter mit dem weißesten Schnee und dem strengsten Frost überleben wird. Elche, Rentiere, Ottern, Bären, Wölfe, Vögel, Nagetiere, alle haben für kurze, aber ausreichende Zeit mehr als genug Nahrung in den Weiten des Landes. Unter einem, im Meer wimmelt es zusätzlich vor Überfluss. Man fühlt bei kleinen Exkursionen ins
Landesinnere, dass man in den gemäßigten Breiten, zu Hause in Mitteleuropa mehr als reich beschenkt ist vom dortigen Klima. Nach einer Reise von Bergen nach Kirkense oder entgegengesetzt weiß man, dass in jedem Fall mehr drin ist, dass die Erde verschwenderisch zu geben hat Für die Passagiere der Hurtigruten erschließen sich diese wundersamen Erkenntnisse zaghaft erst, dann mit den feinen Strahlen der nördlichen Sonne immer intensiver, bis der nachhaltigste Eindruck in einem entstanden
ist, den man jemals von einer Reise zurückbehalten hat. | |