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 |  |  |  |  |  |  |  |  |  | |  | | | von Karl Iten aus Basel | | | | Travel 2005, Reisen 2005, Kreuzfahrten 2005, Frühbucher 2005, Frühbucherrab att 2005, Frühbucherrab atte 2005, Frühbucherprei se 2005, Bali 2005, Frankreich 2005, Myanmar 2005, Bahamas 2005, Tauchen 2005, Libanon 2005, Tunesien 2005, Mallorca 2005, | |
| |  | | | Links: bellnet.de kotztueten-museum web2-cylex.de geizfinder find123 suchnase tigersearch1 sharelook | |
| |  |  |  | | 12 Tage Gruppen-Reise nach St. Petersburg durch Polen, die russische Förderation, Litauen, Lettland, Estland, Russland, St. Petersburg und Finnland im September 2006 | | | | Ein Reisebericht von Ingrid Grühnke, Tönisvorst
Bilder von Detlef Schünemann, Krefeld |
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 | Donnerstag, 14. September 2006 Das ist das Angebot, das 45 Mitreisende an diesem Donnerstag, den 14. September, zu früher Morgenstunde mit Sack und Pack in Krefeld zusammentreffen lässt. Der Bus eines Duisburger Busreisenanbieters rollt pünktlich an und es dauert gar nicht lange und alle Gepäckstücke |
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 | sind verstaut, es hätte aber auch nicht eines mehr sein dürfen. Die vorher ausgegebenen Sitzplätze werden eingenommen, die Jacken und
Taschen untergebracht, da ertönt die Stimme von Helga S. "Wo ist mein roter Rucksack, Horst". Horst schüttelt den Kopf, er hat ihn nicht. Der rote Rucksack muss aber unbedingt mit, denn darin befindet sich das Geld, die Pässe, alle Unterlagen.... So starten wir erst einmal um 6.00 Uhr Richtung Badezentrum in Bockum, um den dort zurückgelassenen roten Rucksack aufzunehmen.6:20 Uhr über die Autobahn Richtung Hannover - Berlin - Stettin ca. 730 km, das ist unser heutiges Pensum. Unser
Reiseleiter Horst S. begrüßt die Reisenden an Bord und auch unser Fahrer - wir dürfen ihn Klaus nennen - stellt sich vor. 8:20 Uhr Pause. Raststätte Gütersloh wird umgebaut und wir müssen mit einem einfachen Toilettenwagen vorlieb nehmen. 10:30 Uhr Pause am Rastplatz Zweidorfer Holz kurz vor Braunschweig 12:30 Uhr Buckautal in Brandenburg. Hier wird Mittagsrast gemacht und Klaus öffnet seine Bordküche. Diese bietet Currywurst, Mettwurst, Würstchen, Suppe aus der Tüte, Kartoffelpüree,
Frikadellen, Kartoffelsalat, einen guten Kaffee, Tee und verschiedene Kuchen so lange der Vorrat reicht. 95 km vor Stettin. Nun bekommen wir auch unsere Pässe wieder mit der Auflage, ja gut darauf aufzupassen, denn wenn nur einer seinen Pass nicht vorweisen kann, muss der ganze Bus zurück. Die letzten 45 km vor Stettin ist die Autobahn immer noch so rappelig wie zu DDR Zeiten. Fahrer Klaus wippt vor mir auf dem luftgefederten Fahrersitz wie auf einem Trampolin und sein Kurzhaarschnitt
erscheint in regelmäßigen Abständen oberhalb der Abtrennung zwischen Fahrer und erster Sitzreihe. Solche Straßen habe ich ab jetzt Trampolinstraße genannt. Kilometerlang fahren wir auf der Gegenfahrbahn und sehen den Zustand der ehemaligen Autobahn, mit Grasbüscheln bewachsen und absolut nicht mehr befahrbar. Vor der Grenze zu Polen sind aber beide Strecken gut in Ordnung. Hier und da sieht man noch alte LPG-Anlagen ansonsten ist die Landschaft durch Wiesen und abgeerntete Felder weit
überschaubar. |
Um 16:50 erreichen wir den Grenzort Kolbaskowo. Landesflagge weiß/rot. Nationalitätskennzeichen PL.Die Weiterfahrt ist für 17:15 genehmigt und so lange wird hier gewartet. Wir sind um 17:45 Uhr im Hotel
ORBIS Neptun in Stettin im Zentrum. Nun beginnt die allabendliche Prozedur des Kofferentladens. Nach diesem langen Tag und einem guten Büffet fallen wir müde ins Bett. |
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 | Freitag, 15. September
Nach dem schweißtreibenden Koffer verstauen wird heute Peter Grühnke ein Geburtstagsständchen gebracht, genau wie gestern Herrn S.. Ein junger Stadtführer gesellt sich zu uns und um 8:30 Uhr beginnt die Stadtführung. Mit 420.000 Einwohnern ist Stettin/Westpommem die 2.größte Stadt nach Warschau. Viel Grün, große Parks, breite Straßen und im Durchmesser große Kreisverkehranlagen. Obwohl viele Gebäude mal Farbe brauchten, wird eher neu gebaut als renoviert, lernen wir. Die öffentlichen
Verkehrsmittel sind veraltet. Der junge Mann hat wohl nicht viel Lust an diesem Morgen, wir werden sehr viel bessere Stadtführer bekommen. Weiter geht es um 10:15 Uhr auf der E 28 Richtung Danzig, die teilweise wieder einer Hüpfburg gleicht. 11:00 Uhr Pause für Kaffee. Am Straßenrand stehen Pilzsammler und bieten ihre frisch gepflückte Ware an. Wälder, Wiesen, kleine Dörfer, so kommen wir nur langsam voran. Hier wird mal Miód, Honig angeboten. Die einfachen Häuser sind durchweg grau
verputzt und man sieht ihnen die vergangenen 50 Jahre ohne Pflege an. Lediglich die Kirchen und öffentlichen Gebäude wurden aus Backstein errichtet, die die Jahrhunderte gut überstanden haben. Verhältnismäßig viele Autos mit deutschen Kennzeichen. 13:00 Uhr Mittagspause, Parkplatz mit Hotel, hier kann man mal ein bisschen spazieren gehen. Wir durchqueren eine große Stadt, modern, schicke Einfamilienhäuser, Industrie, Großstadtverkehr, eine Anzeigentafel zeigt 31,2 Grad, Plattenbauten. Die
Landschaft wird leicht hügelig. Hier und da ein leeres Storchennest. Ganz selten mal ein paar Kühe auf großen Weiden, vereinzelt ein Pferd oder ein Trecker beim pflügen. 15:00 Uhr noch 160 km bis Gdansk. Schleichen durch die Stadt Stawno wo gerade eine neue Umgehungsstraße gebaut wird, was auch angesichts der sehr schlechten, schmalen, winkligen Durchgangsstraße bitter nötig ist. Doch auch hier leuchten von weitem mit himbeerroten Ziegeln gedeckte Dächer auf neuen Einfamilienhäusern. Wir
passieren Stupsk deren Partnerstadt Flensburg ist. Fahrer Klaus erspäht in der Ferne eine Radarkontrolle. O-Ton Klaus: "Ha, wer mich in die Pfanne hauen will, ist selbst ein Spiegelei". 15:34 Uhr Kaffeepause Auch das noch - Umleitung! Trampolinstraße. Eine schmale Allee führt durch die Walachei. 17:00 Uhr Leborc = Lauenburg, Industriestadt, noch 73 km bis Danzig. Immer wieder hockt ein einsames Menschlein mit Honig und Pilzen am Straßenrand. Endlich wieder eine
zweispurige Straße nach Gdansk. Ausfahrt . Etwas weiter rechts ab, Kreisverkehr - Ups, Richtung Stettin? - vertan, vertan, wieder zurück auf die Autobahn und 18.15 Uhr Ausfahrt Danzig und Warschau. Rushhour - Autoschlange - Stop and go. Damit uns nicht langweilig wird, zeigen sich 4 Rehe rechts an einem kleinen See. Inzwischen können wir ein Stück zügig hinter einem Schwertransporter Richtung Zentrum fahren. Trauben von Menschen stehen an den Bushaltestellen. Plötzlich reißt Klaus den Bus
nach rechts - ein Brett mit Nägeln liegt auf der Fahrbahn. Ist es gut gegangen, oder hat uns doch ein Nagel erwischt? Wie üblich, Hochhäuser und Plattenbauten in den Vororten, wir sehen die Danziger Werft, Kirchturmspitzen, Türme - aber wir kommen nicht voran. 3-spurig stehen die Autos nebeneinander LKW, PKW, Linienbus, Autotransporter. Es ist 18.48, unser Abendessen war für 19.00 geplant, aber daraus wird wohl nichts. Endlich 19:02 Ankunft am Novotel in Danzig auf der Speicherinsel. Nach
10 Stunden haben wir unser heutiges Ziel erreicht. Ja, ja, der Verkehr wird unseren Zeitplan noch öfter durcheinander bringen. (Nachtrag: der Nagel hat uns nicht erwischt!) |
 | Samstag, 16. September 8:00 Uhr Abfahrt zur Stadtführung. Zunächst aus der Speicherstadt in das Viertel, wo Günter Grass geboren wurde und aufgewachsen ist, mit meist sehr renovierungsbedürftigen Häusern. Hier nennt man die Plattenbauten "Stalinbarock", sagt unsere Reiseleiterin, eine gut informierte Lehrerin, die alles witzig, lebhaft und
verständlich vermittelt hat. Die Danziger Altstadt und die Werft wurden im Krieg zu 90 % zerstört und von den Polen ohne fremde Mittel naturgetreu wieder aufgebaut. Zur 1.000 Jahrfeier im Jahre 1997 ist vieles frisch gestrichen worden, aber natürlich muss - besonders in der Speicherstadt - immer noch viel wieder erneuert werden. Man nennt Danzig auch "die Königin der Ostsee". Die Frauengasse und der Lange Markt sind der lebhafte Mittelpunkt der Altstadt. |
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 | In Polen wohnen so gut wie keine Ausländer. In Danzig gibt es ca. 8% und auf dem Lande 40% Arbeitslose. Eine Bemerkung noch zu den polnischen Autofahrern: man fährt grundsätzlich wie man kann -
nicht wie man darf, d.h. es wird überholt wo eine Lücke ist, egal welche Straßenmarkierung man dabei ignoriert. Aber es sollte noch viel schlimmer kommen! Nach dem Mittagsmahl aus der Bordküche (wenn man sich nicht etwas Gutes in der Altstadt gegönnt hat - übrigens kann man mit Euro bezahlen, bekommt aber Zloty zurück) geht es auf der E 77 um 12:00 Uhr weiter Richtung Königsberg, ca. 160 km. Zunächst aber einspurig nach Elbing, einer geschäftigen Stadt mit schicken Neubauvierteln. Auf einer schlechten, von Bäumen gesäumten Landstraße - der ehemals doppelte weiße Mittelstreifen ist kaum noch zu sehen - schüttelt Klaus uns durch eine hügelige, waldreiche Landschaft. Immer wieder mal Pilzangebote am Straßenrand. Unvermittelt haben wir
200m beste neue Straßendecke unter den Reifen. Muss wohl eine Probestrecke sein, wer soll das verstehen. Man sieht ja wenig Radfahrer, doch heute begegnen uns tatsächlich etliche Radwanderer, aber es ist ja auch Wochenende. Kaliningrad 50 km. 14:05 Erste Grenzkontrolle. "Dzien dobry" ein netter junger polnischer Grenzbeamter kontrolliert die Reisepässe mittels Scannen durch ein mobiles Gerät, die Daten erscheinen auf einem Display - und wir sind registriert. Aber dann -
'Maschin kaputt' - nach 10 Personen werden die restlichen Pässe eingesammelt und der junge Mann verschwindet im Zollhäuschen. Horst S. erfährt, dass alle Technik ausgefallen ist und der Grenzer die restlichen 36 Pässe per Telefon prüfen muss. Erledigt, Pässe wieder ausgeben. Ausreise gestattet. Jetzt kommt die Vorprüfung zur Einreise in die Russische Konklave. Dieser Mensch riecht stark nach Tabak und Alkohol. Er wirft nur einen flüchtigen Blick auf die Visa. Steigt wieder aus. Weiter zur
richtigen Kontrolle. Unsere Reisebegleiterin kommt an Bord und hilft uns, die Immigrationskarte zweifach auszufüllen. Dann mit dem Pass und einer Ausfertigung der Immikarte zwecks Stempel durch den Zoll. Mittlerweile muss fast die ganze Busmannschaft zur Toilette. Kein Papier, kein Toilettendeckel, es stinkt und eine der zwei "Damentoiletten" steht unter Wasser, wovon auch immer! Wir Passagiere werden ja ziemlich zügig abgefertigt, aber Klaus mit seinem Wust von Papieren braucht
geschlagene 2 Stunden. Schnell noch einen Kaffee am Bus und um 16:15 |
befahren wir erstmals russischen Boden. Flagge: weiß blau rot. Wir stellen unsere Uhren 1 Stunde vor. Nationalitätskennzeichen RUS. Von nun an
können wir meistens nichts mehr lesen, es sei denn, Schilder o.ä. sind auch in unseren Druckbuchstaben beschriftet. Zur Ausfahrt nach Polen steht eine lange Autoschlange, die Polen können hier billiger einkaufen. Unsere Begleitung heisst Gogona sprich Shoshona, ist auch Lehrerin, wohnt in Königsberg. Wir fahren auf der ehemaligen Reichsstraße Nr. 1, die von Aachen nach Königsberg führt, eine schnurgerade Alleenstraße. |
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 | Ein großes Schrebergartengebiet fällt uns auf. Das brauchen die Menschen hier zum Überleben, jeder dritte Königsberger hat irgendwo so eine Datscha, erläutert Shoshona. Auch hier wieder meist alte Frauen am Straßenrand, die Obst und Gemüse aus eigenem Garten feilbieten. Alte Siedlungen, es wurde zwar nichts
zerstört, aber der Zahn der Zeit verrichtete sein Werk. Es ist 17.00 Uhr und wir nähern uns Königsberg, wo direkt die Stadtrundfahrt angeschlossen wird. z.T. sehr holperig, da Kopfsteinpflaster, breite Straßen, wenig Verkehr. Zwischendurch mal ein Neubau, Hochhaus oder Hotel, ansonsten meistens alte Bausubstanz, aber auch schöne alte Villen. Die elektrischen Installationen sind für unsere Begriffe unglaublich, sie hängen wild irgendwie an den Häusern.
In der Innenstadt sehen wir Modernes neben Altem. |
 | Englische Bomben und der Beschuss der
Sowjetarmee zerstörten 1944/45 fast 700 Jahre deutsche Geschichte." Nun so", beginnt Shoshona ihre Sätze und sie ist fest überzeugt, dass Stück für Stück alles wieder schön hergerichtet wird und seit dem Jahr 2000 sei schon viel geschehen in dieser Hinsicht. Sie spricht ununterbrochen "links sehen Sie und hier rechts steht..." Im Zentrum jetzt viel Verkehr, ein uralter O-Bus fährt an uns vorbei, die Kabel hängen außen herum, Straßenbahn, Busse alle haben schon zig Tausend
Kilometer auf dem Buckel. Bevor wir das Hotel erreichen empfiehlt Shoshona, auf jeden Fall Wodka zu trinken und zwar: "30g für die Seele, 50g für den Geschmack und 100 g für die Beine". Nun so, das werden wir ausprobieren. ! |
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|  |  | | Über die alte Reichsstraße Nr. l erreichen wir um 19.00 unser Hotel BALTICA in Königsberg. 9 Etagen, ein winziger Aufzug für 2 Personen und 2 Koffer. Nun so, heute gab es kein Büffet sondern zur Begrüßung einen Schluck sehr milden Wodka, eine Tasse kleinst geschnittenen Gemüsesalat mit l Brombeere als Verzierung, l Stück Rindfleisch mit ein paar Kartoffeln ohne Soße, dekoriert mit 2
schmalen Stückchen Gurke und Tomate, 2 Kugeln Eis. Nun so! Da hier absolut keine Umgebung zum Spazieren war, blieb die ganze Truppe noch bei Wodka und Bier zusammen. Zum Frühstück mussten 3 Busse gleichzeitig abgefüttert werden, was auch in einem anderen Hotel zu einer mittleren Katastrophe geführt hätte. |
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 | Nur hier war der Büfett-Tisch etwas größer als ein ausgezogener Wohnzimmertisch. Es gibt immer nur eine Wurstsorte, wenn die Fleischwurst vergriffen ist, kommt eben Mettwurst - nach einer Weile, die Käsescheibchen sind hauchdünn, der Kaffee bald alle, nicht jeder fand einen Platz zum Frühstücken. Aber es gibt auch Obstsalat, Gurken, Tomaten und
Müsli und nicht zu vergessen, die kleinen frisch gebackenen Pfannkuchen, die aussehen wie Eier ohne Dotter. Die Mienen der Bedienung sind undurchdringlich. Nun so. |
 | Sonntag, 17. September Um 8:30 Uhr hat Shoshona sich angesagt für eine weitere Besichtigungstour durch Königsberg. Zunächst fahren wir bis zum Dom, der auf einer Insel erbaut wurde. Wir spazieren darum herum, es ist frisch heute Morgen, nur 10 Grad. Einsteigen-Aussteigen, um die gerade mal vorige Woche eingeweihte orthodoxe Kirche zu besichtigen. Auch Herr Putin hat diese Feier mit seinem Besuch beehrt. Irgendwie ist die Stimmung in einem solche
Gotteshaus, wo es keine Bänke und Stühle gibt, schon eindrucksvoll. Wir fahren über eine Trampolinstraße über die Halbinsel Samland, wo es die größten Bernsteinfunde der Welt gibt und weiter zum Seebad Cranz, dem Beginn der Kurische Nehrung, eines schmalen Landstriches zwischen der Ostsee und dem Kurischen Haff. Von Cranz bis zur Grenze nach Litauen sind es 50 km und der ganze Landstreifen bis zur Stadt Memel ist 97 km lang. Für diese einzige Straße hier müssen wir Maut bezahlen. In diesem
waldreichen bis 4 5 km breitem Gebiet gibt es neben vielen anderen Tierarten auch Elche und Wildschweine. Die Menschen leben vom Fischfang in kleinen Dörfern. 10:45 Uhr Pause an der Ostsee mit WC im Wald. Hier finden wir auch Stände mit echtem Bernsteinschmuck, wie uns Shoshona versichert. Jede Menge Pilz- und Beerensammler, das ist hier eine beliebte Beschäftigung am Wochenende. Es ist 12.00. Wir erreichen den Grenzort Morskoe zu Litauen. Shoshona sagt "Tschüssikowski" und
versichert noch, dass das Verhältnis zwischen der Russischen Förderation und Litauen sehr gut ist. Klaus muss wieder den ganzen Papierkram an den Transportinspektor aushändigen. Wir geben die 2. Immigrationskarte und die Pässe ab. Während alles geprüft wird, schauen wir mal in den Duty Free Shop, außer Zigaretten (die Stange für 6 EUR) ist nichts besonders zu kaufen. Die Pässe kommen zurück. 12:40 (ging ja schnell). Schlagbaum auf. Weiter - Halt - Schlagbaum Litauen. Pässe mit der Bildseite
aufschlagen, 3 Zöllner kontrollieren - Blick in den Pass, scharfer Blick ins Gesicht - o.k, der Nächste. Im Bus beginnt ein Run auf die Bar, bevor die neue Reisebegleitung den Platz blockiert. Es wird Grauburgunder Wein, Sekt, Rotwein, Bier und natürlich auch Wasser verlangt. Die Flaggenfarben in Litauen sind gelb grün und rot. Die Währung sind Litas |
und das Nationalitätskennzeichen LT |  | | 13:00 Uhr Abfahrt. Nicola ist zugestiegen (auch
Lehrerin) die uns durch Litauen und bis zur Grenze Estland/Russland begleiten wird Wir haben noch 350 km bis Riga vor uns und ein noch von Shoshona empfohlener Stopp in Nidden für ein Heringsbrötchen mit Zimt muss aus Zeitgründen leider entfallen. Auf dieser Seite der Nehrung leben 1.700 Einwohner, meist vom Tourismus, es ist Kulturerbe der Unesco. |
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 | Das Haff ist 3x größer als der Bodensee. Beim Ort Schwarzort wurden einst bei Straßenbauarbeiten große Bernsteinvorkommen gefunden. Im Mai sind durch ein gelegtes Feuer 230 ha Wald abgebrannt und man konnte den Brand nicht löschen, da Bomben aus dem 2. Weltkrieg explodiert sind.
14:00 Uhr, halbe Stunde Mittagspause. Wir haben jetzt alle Hunger. Für einen Kurzspaziergang an die Ostsee mit seinem feinen weißen Sand reicht es noch gerade. 14:40 Uhr Memel oder Klaipeda. Hier müssen wir die Fähre benutzen, aber erst mal wieder warten. Ein großer Hafen mit Werftanlage. Bis wir übergesetzt haben ist es schon 15:20 und wir haben noch 300 km vor uns bis nach Riga. Nicolas Mann gibt noch eben deren Koffer und eine große Tüte mit Äpfeln in den Bus und dann geht's los. Wir
erfahren, dass der Nationalbaum die Eiche, die Nationalblume die Weinraute und der Nationalvogel der Storch ist. Auch hier wieder Wiesen und Wald. Kleine Gehöfte mit wenigen Kühen, oft aber auch nur eine einzelne, angepflockte Kuh. Selten mal ein Pferd. 16:50 Uhr wir verlassen die Autobahn Richtung Schaulen und Riga. Noch 200 km. Wie Nicola erzählt, ist das Leben in Litauen nicht einfach. Seit sich das Land 1991 von der Sowjetunion trennen konnte, hat man schon 14 Regierungen gehabt, jede
führte neue, Reformen ein, die aber meist unausgegoren blieben. Man zahlt hier keine Miete, dafür aber horrende Betriebskosten für Wasser, Strom und Heizung. Über 400.000 Litauer haben das Land schon verlassen um ihr Glück in England, Spanien, Italien oder Deutschland zu finden. Es ist gut, dass Nicola nicht dauernd redet, so kann man auf dieser doch sehr langen Fahrt - von Königsberg bis Riga immerhin ca. 500 km - auch mal ein Nickerchen machen oder ein bisschen quatschen. Auf der gut
ausgebauten Straße kommen wir zügig voran. Noch 140 km bis Riga 18:30 Grenze zu Lettland oder Latvija. "Sind alle im Bus Deutsche?" wollte der Zöllner wissen und damit war der Grenzübertritt erledigt! Eine kurze Pause und um 19.00 Uhr starten wir zur letzten |
Etappe. Die Landesflagge: brombeerrot weiß brombeerrot ist aus dem 13. Jahrhundert und soll die älteste der Welt sein. Nationalitätskennzeichen LV. Der Nationalbaum: die Linde, der Nationalvogel: die Bachstelze, das Nationaltier: der Marienkäfer und die Nationalblume: die Kamille. |
|  | Die Landeswährung sind Lats. Auf schnurgerader Trampolinstraße erreichen wir um 19.45 Uhr Riga an der Duna und checken in unser Hotel ALBERT wieder mit allen Koffern ein. |
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|  |  | | Montag, 18. September 9:15 Uhr. Wir treffen Sandra, unsere Begleitung in Riga. Wir gehen zunächst
zur Albertastraße um die wunderschönen Jugendstilhäuser des Architekten Michael Eisenstein zu sehen. Hier im Zentrum wurden die meisten Häuser dieses Stils in der Welt errichtet. Die gehören auch zum Weltkulturerbe der Unesco. Riga ist eine reiche Stadt, wir sehen schicke Frauen und Autos, aber auch Rentnerinnen, die Laub oder Abfall zusammen kehren.Modernste Büro- und Wohnhäuser vor zerfallenen Fabrikgebäuden. Die Hansestadt Riga besitzt einen großen Handelshafen, es sind nur 15 km bis zur
Ostsee. Sie hat 730.000 Einwohner und seit dem EU Beitritt am l. Mai 2004 ist auch hier alles teurer geworden. |
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 | Aber es wird viel gebaut. Wir sehen einen älteren Herrn in Shorts und nacktem Oberkörper vorbei joggen. Außentemperatur 11 Grad! Er ist stadtbekannt, aber ein bisschen gestört, meint Sandra. Er ist ca. 70 Jahre alt und Professor, der beste Übersetzer der deutschen Sprache und immer noch aktiv. Die Geschäfte haben hier mindestens bis 22 Uhr geöffnet, auch an Feiertagen, ein Ladenschlussgesetz kennt man nicht Jedes Auto, das in die historische Altstadt will, muss
"Eintritt" bezahlen. |
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Der Rundgang dort ist sehr interessant. Obwohl auch hier 1944 durch die Sowjets das Zentrum zerstört wurde bzw. abgebrannt ist, hat man das Meiste originalgetreu wieder aufgebaut - auch wenn es manchmal nur die Fassade ist. Nach einer Stunde
Freizeit müssen wir diese moderne) geschäftige, westliche Stadt leider verlassen, alle wären gerne noch geblieben. 13:30 Uhr. Wir befinden uns auf der E 67 Richtung Tallinn und haben ca. 310 km vor uns Nicola erzählt wieder, sie beginnt ihre Sätze immer mit "Na, und...: die Stalinhäuser waren die schönsten und wohnlichsten, dann kam ab 1958 der Chruschtschow-Stil, Plattenbauten mit winzigen Wohnungen, erst 5 qm pro Person, dann 7 qm, später 10 qm, das sei genug, mehr Wohnraum braucht
das Volk nicht! Als dann Gorbatschow - genannt Gorbi - an die Macht kam, hat er u.a. ein Alkoholverbot eingeführt - das hat aber nur bedingt geklappt und Nicola hat eine schöne Begebenheit dazu erzählt: na und, man wollte unter Kolleginnen doch auf den Silvesterabend anstoßen, durfte aber keinen Alkohol auf dem Tisch haben. Erfinderisch wie Russen nun mal sind hat eine Kollegin aus recht viel Wodka und Puddingpulver einen Kuchen gebacken, der in Stückchen genossen auch eine lockere Stimmung
erzeugt hat. Für die Letten war seinerzeit die DDR das Paradies, bei Gorbi waren die Lebensmittel knapp und vieles wurde willkürlich zugewiesen, ob man es brauchte oder ob es passte oder nicht. Na und...... Die E 67 führt durch kleine Dörfer und Städte, was aber bedeutet, immer schön 50 km/h fahren! Links sehen wir gelegentlich durch den Föhrenwald den Rigaer Meerbusen schimmern. Hier und da wird die Straße in jede Richtung ausgebaut, was auch wieder Ampelverkehr mit Wartezeiten heißt. Viel
entgegen kommender LKW-Verkehr. Die Bus-Wartestellen an den Verbindungsstraßen sehen alle gleich aus: ein Podest eine Bank mit 3 Brettern ohne Lehne. Nur in den Städten sind diese überdacht. |
15:00 Uhr Ankunft an
der Estnischen Landesgrenze Ainaz. Kein Problem. Flagge: blau schwarz weiß. Nationalitätskennzeichen EST. Da wir ja 2 Nächte in Tallinn verbringen werden, haben wir etwas Geld in Estnische Krone umgetauscht. Beim Warten bis ich drankam, hatte ich immer die Anzeige mit dem Wechselkurs im Blick und freute mich, dass dieser ständig stieg. Bis mich jemand aufklärte, dass das nicht der Wechselkurs, sondern die Uhrzeit ist!! Ich gehe mal besser zum Optiker! Nationalbaum: die Eiche und der
|  | Wacholder, Nationalvogel: die Rauchschwalbe, Nationalblume: die Kornblume, einen Nationalstein gibt es auch: den Kalkstein. |  |
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Na, und auf guter gerader Straße geht es weiter. Pämu ist ein bekannter Kur- und Badeort und ab hier führt die E 67 durch das Landesinnere. Es ist 16:40 Uhr und wir haben noch 132 km vor uns. Pferdekoppeln, weites Land, ordentliche kleine Dörfer, aber hier hat die Wartebank an der
Bushaltestelle nur noch l Brett! Die abzweigenden Nebenstraßen sind Sandwege , die zu ein paar entfernten Häusern führen. An der Hauptstraße stehen die dazugehörenden bunten Briefkästen. Wir schaukeln einschläfernd mit 90 km/h dahin. Es ist ziemlich ruhig im Bus, da hat Klaus eine gute Idee, er legt eine CD auf: "Die Karawane zieht weiter, der Sultan hat Doorscht"...Hat geklappt, die ganze Mannschaft singt mit und es werden etliche Sekt, Wein und Biere ausgegeben. Ein Schild
"Achtung Elche auf 3 km" Wieder mal eine Baustelle für ein Stück von der EU-finanzierte neue Straße. 18.00 Uhr letzte Pause vor Tallinn. Wir machen heute noch die Stadtrundfahrt in Tallinn, damit Klaus morgen einen ganzen Tag frei hat. 18.30 Einfahrt in die Hansestadt Tallinn. 400.000 Einwohner. Die Stadt zieht sich über 20 km am Finnischen Meerbusen entlang. Die doppelspurige Allee führt geradeaus direkt ins Zentrum. Die meist Holzhäuser haben Föhren und Birken im Vorgarten.
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Auf dieser Straße residieren alle bekannten Automarken. Die Unesco hat gedroht, die Stadt von der Liste zu streichen, wenn der Hochhausbau so weitergeht Die Bebauung wird dichter und höher. Tallinn verzeichnet 5 Mio
Gäste pro Jahr. Viele Kreuzfahrtschiffe ankern hier. Neue Hotels müssen gebaut werden. Viel grün, wir fahren bis zum Yachthafen. Unser Hotel ist auf dem Gelände und in den Mauern einer alten Schmiede entstanden. 19:15 Uhr Ankunft im Hotel Domina il Marine, sehr schön, viel Glas. |
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|  |  | | Dienstag, 19. September Ein freier Tag in Tallinn! Jedoch um 9:00 Uhr treffen wir uns mit der Stadtführerin Carmen. Es ist etwas diesig. Tallinns Altstadt ist ganz anders als alle anderen. Das größte mittelalterliche Bauensemble in Nordeuropa, (habe ich irgendwo abgeschrieben). Auf dem
Domberg, den wir über Stufen erklommen haben, nahe der wunderschönen russisch orthodoxen Kirche wusste Carmen von einem Toilettenhäuschen, es werden einmalig 3 Estnische Kronen eingeworfen, der Riegel vor die geöffnete Tür geschoben und mindesten 40 Leute konnten glücklich werden!. Ab 12.00 Uhr haben wir freie Zeit und jeder kann nach seinen Interessen die Stadt erkunden. |
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Um 19.00 Uhr ein sehr leckeres Abendessen (Hähnchenbrust in Orangensoße, am Abend vorher gab es Lachs). Es regnet etwas, einige besuchen die Altstadt nochmals, hier besonders die mittelalterlich aufgezogenen Lokale "Olde Hansa" und "Pfeffersack" |
 | Mittwoch 20. September 7.00 Uhr die ganze Mannschaft steht vor der Tür zum Koffer verladen. Noch mal tanken und dann los Richtung Osten ca. 370 km nach St. Petersburg. Bis
zur russischen Grenze Narva sind es 214 km. An der E 20 sehen wir tausende Wohnungen in Schlafstädten, aber die Bewohner sind glücklich, so eine Bleibe in einer der Trabantenstädte zu haben. Der Himmel ist bedeckt und es nieselt. |
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Die Gegend wieder wie gehabt, Wiesen, Wald, der sachte anfängt sich zu verfärben. Na und, Nicola, die uns bis zur Grenze begleitet,
muntert uns zunächst mit einem lustige Gedicht über Herrn Möllmann auf. Na und, dann kommen Informationen über die Mythologie und Rituale und sehr witzig über das normale heutige Leben. Aha, es werden 3 Große Windanlagen installiert, die einzigen, die wir bisher gesehen haben. Links von uns, nicht weit weg, befindet sich der Finnische Meerbusen. 10.00 Uhr Erste Pause. Es ist frisch aber trocken. Die ersten Alkoholika werden verlangt. Horst S. erläutert uns nun, warum es besser ist hier
lieber l,- EUR pro Person zu zahlen. Das Geld wird Klaus an der Grenze unauffällig abgegeben), ansonsten müssen wir damit rechnen, mitsamt allem Gepäck durch den Zoll zu müssen - und das dauert dann. Nicola liest uns noch ein Gedicht über das Alter vor. 11.30 Uhr Gekonnt füllen wir wieder die Immigrationskarten aus. Rechts von uns beginnt eine kilometerlange LKW Schlange (82 Stück) und im Transitbereich noch mal mindestens 100. Wir sind der einzige Bus in diesem Bereich und können direkt
wieder ausfahren. Die eigentliche Grenze liegt mitten in der Stadt. 11.50 Uhr Grenze Narva, Nicola verabschiedet sich von uns, sie war eine angenehme Begleitung. Zu Klaus Erleichterung sprechen die estnischen Zöllner englisch. Für die Einreise von Russland nach Estland sehen wir eine lange Schlange von Grenzgängern, viele bepackt mit Plastiktüten. Wir überqueren den Grenzfluss und sehen auf der Burg rechts die russische Flagge: weiß blau rot. Nationalitätenkennzeichen RUS. 11
Autos vor uns und 1 LKW, Klaus direkt hinterher und zum Grenzhäuschen zur hellblonden Maruschka mit Minirock und Stöckelschuhen. Die Immikarten werden eingesammelt, auch der russische Grenzer spricht englisch. "Sind Sie mit oder ohne Gepäck?" fragt er. Ihr erinnert Euch?? Auf dem Grenzfußweg reißt das Hin und Her nicht ab, auch Fahrräder, Kinderwagen usw. Ein Bus aus LT-Litauen mit Holländern an Bord (hat Klaus erfahren) fahrt vor uns, diese etwa 25 Reisenden gehen "mit
Gepäck" durch den Zoll und versperren uns somit den Weg. Zwei dieser Reisenden müssen letztendlich den Bus verlassen und an der Grenze zurückbleiben, warum auch immer. 13.20 Uhr Wir sind durch! Denken wir! Es regnet. Hinter der letzen Schranke steht "Luba", zeigt mit ihrem Schirm auf ein Schild. Klaus wieder raus, Ausfahrtschein wird geprüft, es wird telefoniert und endlich kommt einer, der den letzten Schlagbaum öffnet. 14.00 Mittagspause in lvangorod, gleich hinter der
Grenze, hier ist wohl auch das Ziel des kleinen Grenzverkehrs. Was, schon wieder ein Schlagbaum? Diesmal die Polizei. Routinekontrolle: Führer- und Fahrzeugschein, Versicherung, Warndreieck alles vorhanden, aber einen 2. Feuerlöscher kann Klaus nicht vorweisen und gleicht diesen angeblichen Mangel mit 4 Flaschen Bier aus. Eine Mitreisende erzählt, dass sich während unserer Pause vorhin ein Mann vor unserem Bus fotografieren ließ, ob und was das zu bedeuten hat, wer weiß? Ups, ein Schlagloch,
Luba sagt, je weiter wir fahren je mehr Ups..... Diese Trampolinstraße wurde zu Zarenzeiten von Leibeigenen gebaut und zuletzt 1980 zur WM renoviert. Die Beziehung zwischen Russland und Estland ist schlecht und somit wird diese Straße nicht ausgebessert und der Fernverkehr über Finnland abgewickelt. Im Gegenteil, die hiesige Regierung will diese Region aushungern bzw. entsiedeln. Es gibt kein Krankenhaus, keine Kindergärten oder Schulen. Ein Rentner bekommt max. 70,- EUR im Monat und die
meisten sind auf die Hilfe ihrer Kinder angewiesen, zum Trost kostet l Flasche Vodka nur umgerechnet 2,- EUR! Rechts und links Sumpfland, kränkliche Wälder, wenig Bevölkerung. Hier ist der Boden nicht fruchtbar. Es herrscht neun Monate Winter, in St. Petersburg gibt es durchschnittlich 72 sonnige Tage im Jahr, erzählt Luba. Jetzt haben die Buswartestellen gar keine Sitzgelegenheit mehr. Wir passieren den ersten Blechunfall auf der bisherigen Reise, es sollte nicht der letzte in Russland sein.
Ein mobiles Lebensmittelauto versorgt die Bevölkerung hier auf dem Land. Zum Teil sind Fenster mit Folie abgedeckt. 2. Unfall. 3. Unfall, Achsbruch. Luba erzählt aus dem täglichen Leben, aber trotz schlimmer Zustände sei Putin beliebt, Schuld an allem seien nur die zuständigen Minister. Es ist 17:00 Uhr Ortszeit, wir haben unsere Uhren wieder l Stunde vorgestellt. Wir erreichen eine Satellitenstadt von Petersburg. Neben Villen auch Hochhäuser. Ab hier verkehrt ein Taxikollektiv zwar auf einer
bestimmten Route, aber dieses 10-12 Personen fassende Kleintransportmittel hält auf Zuruf und ist schneller als der reguläre Bus. Noch 30 km bis St Petersburg, die nächste Satellitenstadt. Riesige Wohnblöcke. Große Reklametafeln nach amerikanischem Vorbild. Leider kann man das meiste nicht lesen. Der Verkehr wird katastrophal, dreispurig ins Zentrum. Luba sagt, wir werden die nächsten Tage 150 km in St. Petersburg fahren müssen, die Stadt ist so riesig. Einschl. der Vororte leben hier ca
5,0.-Mio. Menschen. Das Stadtgebiet umfasst 1.400 qkm Fläche, einschl. der 100 Inseln, und wird zu Recht das Venedig des Nordens genannt. Es gibt 68 Flüsse und Kanäle und 600 Brücken. Die U-Bahnstationen sind unter dem Sumpf auf Basalt gebaut und befinden sich 120 m unter der Oberfläche. Wir sind im Werft- und Frachtbezirk. Die staatlichen Häuser sind in schlechtem, die privaten meist in gutem Zustand. Unfall zwischen Straßenbahn und Auto. Luba führt Klaus auf der "idealen Spur"
durch St. Petersburg. Hilfreich sind an den Ampelanlagen Sekundenanzeigen, wie lange noch diese Phase geschaltet ist. An der berühmten lsaak Kathedrale vorbei. Sie kann 22.000 Menschen fassen und ist absolut sehenswert. Leider werden wir das aber zeitlich nicht schaffen. "Klaus muss dringend mal”, steht |
|  | aber mitten auf der
dreispurigen Fahrbahn am Hafen. Hier ankern täglich bis 9 Kreuzfahrtschiffe, sie können sogar bis in die Innenstadt auf der Newa fahren, die bis 26 m tief ist. Fahrradfahrer sind hier Extremsportler, Luba erklärt das so: das Wetter ist zu schlecht, die Entfernungen zu groß und der Verkehr wie Bürgerkrieg. Wir fahren direkt auf die "Maxim Gorky” zu, die gestern noch in Tallinn geankert hat. Rechts herum, links nun und vor uns ist unser Hotel. Klaus springt raus!! |
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 | 18:45 Uhr Hotel PRIBALTIKIYSKAYA, 1.200 Betten, Speiseräume für bis zu 600 Personen! Wieder Koffer
ausräumen, Zimmer beziehen, frisch machen, Abendessen. Das Büffet sehr umfangreich. Hier kann man sich nur irgendwo einen Platz suchen und bis 23:00Uhr speisen |
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|  |  | | Donnerstag, 21. September So ein Frühstücksbüffet haben wir noch nicht gesehen, nicht allein von der Fülle, auch von der Länge her und das in zwei Speiseräumen. Viele Japaner, Amerikaner und überhaupt Gäste aus aller Welt. 9:00 Uhr Abfahrt zum Großen Katharinenpalast. In der Stadt 4-5 geschossige Bürohäuser. Wir stehen. Ein Laster muss abgeschleppt werden. Der große "Moskau-Prospekt" hat 3 und
4 Spuren in eine Richtung. Mittendrin fährt eine Gulaschkanone - hier wird das Essen |
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 | "Soldatenbrei" genannt. Nun steigt Tatjana als unsere Stadtführerin zu.
10:30 Uhr erreichen wir den Großen Katharinenpalast im Zarenwald. Die über 300 m lange |
|  | Prachtfassade ist überwältigend. Garderobe und große Taschen abgeben,zum Fotografieren eine Lizenz erstehen, Plastikpuschen überstreifen und warten. Unsere Gruppe wird
geteilt. Wir folgen Luba, die uns die Geschichte der Zarenfamilie mit Leidenschaft vermittelt. Die goldene Pracht der Räume und Säle kann man gar nicht beschreiben. Das berühmte Bernsteinzimmer ist hier seit dem 31 .Mai 2003 wieder zu besichtigen - (leider ist das Fotografieren dort verboten). |
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In den Sommermonaten sollen hier für die Instandhaltung der Gebäude und Parkanlagen 9.000 Menschen beschäftigt sein! Heutzutage leben noch etwa l.000 Nachkommen aus der Romanow-Dynastie in aller Welt. |
13.20 Uhr wieder im Bus. Hier werden die Eindrücke nochmals ausgetauscht. Zurück in
der Stadt merkt man, wie die St. Peterburger Auto fahren können. Sie überholen aus allen Positionen, rechts vorbei, Iinks vorbei und erspähen jede Lücke, in die man gerade noch hineinfahren kann. Abenteuerlich! Unfall! In all dem Chaos an der Ampel ein Bettler ohne Beine in einem einfachen Rollstuhl. Unendlich lange Wohnblocks mit verrotteten Balkonen, die aber verglast sind, um noch ein wenig Wohnraum mehr zu haben. Natürlich gibt es in den Hochhäusern keinen Aufzug. Bauarbeiter stehen frei,
ohne jegliches Gerüst, in der 13..Etage eines Neubaus. Drogen und Spielautomaten sind die größte Gefahr für die Jugend. 42 Klappbrücken und 24 andere führen über die Newa, an der wir jetzt auf unserem Weg zur Eremitage entlang fahren. Vor uns der berühmte Newski Prospekt, |
 |  |  |  |  |  |  |  |  |  |  | |  | | die Prachtstraße von St. Petersburg. Unfall. Links das KGB Haus. Ein privilegiertes Viertel für Reiche . l qm Boden kosten 1 Mio. Rubel je näher das Grundstück am Winterpalast liegt.
Millimeterarbeit von Klaus als uns auf einer schmalen Straße ein anderer Bus entgegenkommt | | | | |  | | |
| | 14.45 Uhr Ankunft an der Eremitage, das größte Museum der Welt mit der weitreichendsten Exponatensammlung. Unglaublich große Säle, reich verziert und bestückt mit weltweit einzigartigen Vasen, Bildern, Porzellan, Lüstern, so groß und prächtig wie wir das noch nie gesehen haben. 25 km Wege innerhalb der Gebäude, man
braucht 9 Jahre um alles zu bestaunen! 17.30 Uhr Treffen an der Säule auf dem Schlossplatz um unsere zusätzlich gebuchte Rundfahrt auf der Newa und Kanälen zu starten. Auch von hier aus ein interessanter Ausblick auf die Stadt | | | 19.00 Uhr Treffen am Bus. Dort an den
Granitsäulen an der Eremitage lassen sich viele Brautpaare | | | |  | | | | | | | fotografieren, sie fahren in Stretchlimousinen vor, hinterlegen ihren Brautstrauß, trinken Sekt . Außerdem müssen sie 7 Brücken überfahren und auch dort wird immer fotografiert und Sekt getrunken . Wir haben viele schöne Brautkleider gesehen. Auf dem Heimweg an einer Kreuzung - nichts geht mehr, aber jeder fährt noch irgendwie drauf los.
Auch Klaus hat diese Technik schon gut drauf und reiht sich munter irgendwie ein. Mal sehen, wie lange heute unser Heimweg dauert. | | | |
|  |  | | An der nächsten Ampel scheint nichts mehr zu gehen. Dort versucht ein Bus seit 10 Minuten links abzubiegen. Da aber jeder immer in die Kreuzung fährt, auch wenn er rot hat, kann ja nichts zügig vorangehen. Ab und zu huscht doch tatsächlich ein Auto auf der Gegenfahrbahn bis zur Ampel vor, links rum - gewonnen. Inzwischen sind vorne 3 Abschleppwagen in
Aktion. Vielleicht geht es jetzt voran. Stop and go. Es ist ein Erlebnis diesen Verkehrsfluss aus dieser Busposition zu beobachten (außer für den Fahrer). Aber niemand hupt. Bis zu dieser Ampel haben wir 45 Minuten gebraucht. Meistens ist das Bett der Straßenbahnschienen ausgehöhlt, auch krumm oder 10 cm höher als die |
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Straße, aber am Frontfenster der Bahn oben hängt eine kleine Gardine über dem oder der Fahrer/in. 20:00 Uhr nach II Stunden sind wir hungrig und voller Eindrücke und Bilder wieder im Hotel. Der Abend klingt mit guter Musik und einem Gläschen gemütlich aus. |
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Freitag, 22. September 9.00 Uhr Abfahrt zum Peterhof. Mit dem Schiff über die Ostsee hat Zar Peter II 30 Minuten gebraucht, aber durch die Stadt??? Es ist bedeckt. Eine Polizeieskorte begleitet 8 Busse ab unserem Hotel, wer weiß wohin. Wir kommen am Kirow-Werk vorbei, Mit 2,5 Mio. Arbeitnehmern der größte Arbeitgeber in Russland.
Offiziell stellt man Traktoren her, aber alle wissen, dass auch Panzer, Antriebe für Atom U-Boote und Raketen produziert werden. Es hat ein eigenes Stahlwerk und auch Energie wird selbst erzeugt. Wir passieren das Terrain der Marineresidenz. Hier wohnen die ausländischen Gäste bei Staatsempfängen. Herr Putin residiert im Konstantinpalast. |
|  |  | | Auch Frau Merkel und die anderen Mitglieder haben anlässlich des G 8 Gipfels in einem der 28 Gästehäuser gewohnt. 10:00 Uhr Bei der Ankunft im Peterhof
stehen schon 20 Busse dort. Wieder, wie auch gestern, werden die einzelnen Busse mit der entsprechenden Nationalhymne durch Blasmusiker in Fantasiekostümen begrüßt. |
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 | Durch
eine Gasse mit Souvenirständen kommen wir zum Seiteneingang für Besucher. |
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Wir sehen von der Balustrade einen Garten, der sich bis zur Ostsee hinzieht und sehr stark an Versailles erinnert. Dieser Große Palast ist 275 m lang und wieder diese Goldpracht schon auf den Türmen und Figuren!
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Um 11.00 Uhr werden wir eingelassen.Wieder das Prozedere von gestern. Wir werden gruppenweise durch diese prächtigen Räume geschleust und Luba könnte in jedem Raum viel erzählen, muss aber die Anweisungen der Matkas an den
Türen zu den einzelnen Sälen befolgen. Die Säle sind |
|  | wunderschön ausgestattet und beherbergen viele Schätze und Geschenke. Durch die beiden äußerst wertvollen Chinakabinette müssen wir schnell durchgehen, sie werden zum Ende der
Saison (Oklober) aus Schutz vor Beschädigung durch den Atem der Besucher ausgelagert. Bei einem Spaziergang durch die schönen Gärten bis zur Ostsee können wir die vielen Wasserspiele und Statuen bewundem |
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 | 13:30 Uhr wieder am Bus, der Kaffee und unsere Menüs sind fertig und frisch gestärkt brechen wir auf zur Stadtrundfahrt. Schnell noch etwas nachgetankt und weiter. Vor einem Jahr kostete 1 l Diesel 6 Rubel - heute 17 Rubel. Viele Frauen arbeiten als Putzer und Maler 15:20 Uhr So lange haben wir bis in die Stadt gebraucht. Wir fahren den Newsky-Prospekt entlang, beide Fahrbahnen vierspurig. Lebhafte Fußgängerzone. Riesengroßes Kaufhaus, das ein ganzes Viertel einnimmt.
Die Admiralität ist das Zentrum der Stadt. Nochmal an der Eremitage vorbei, mehrere Hochzeitspaare. Es ist diesig, regnet aber nicht. Fotopause an der lsaak-Kathedrale. Wieder stehen wir. Kreuzungssituation wie gehabt, nur dass hier die Autos rechts auf dem Bürgersteig bis zur nächsten Ampel fahren. Inzwischen ist es 17.00Uhr. Ein paar von uns würden gerne einen Bummel auf dem Newksy-Prospekt machen. Das klappt und mit vier Personen ziehen wir los. Wir besuchen das große Kaufhaus für ein paar
Minuten, für mehr ist keine Zeit. Ein schickes Delikatessengeschäft, eine große, gut ausgestattete Drogerie führt in eine überdachte kleine Gasse, ein Mohr lädt ins Schokoladenmuseum ein, wir trinken einen Cappuccino für knapp 3 EUR in einem Sushi-Bistro. Es gibt wenig Schaufenster, alle Geschäfte zeigen nur kleine Auslagen, aber es sind in jeder Branche alle großen Firmen vertreten. Die U-Bahnstationen spucken Trauben von Menschen aus, z.T. elegant gekleidete und schöne Frauen. Viele
Matrosen und junge Soldaten mit Kuchenteller großen Mützen. Den Heimweg treten wir ohne Problem im Bus 47 an. Unser Bus musste inzwischen wieder warten, weil eine Spur gesperrt war. 3 Polizisten mimten mittels Messband eine Unfallaufnahme. Feierabendverkehr. Da Klaus seine Ruhezeit einhalten muss, hätte er irgendwo 45 Minuten pausieren müssen, was aber die Reisenden nicht wollten. Also wurde die Rundfahrt trotz Lubas Einwänden abgebrochen. 18:45 Uhr am Hotel und jeder war froh, wieder
an Ort und Stelle zu sein, vor allem Klaus, denn dieser Verkehr verlangt äußerste Konzentration. Am letzten Abend in St. Petersburg wurden die restlichen Rubel meist an der Hotelbar zusammen geschmissen, mit Euro aufgefüllt und ein letzter Wodka (6 EUR für 4cl) oder ein letztes Bier getrunken. Da wir auf der Fähre die Koffer im Bus lassen können, kann man sich ein Handgepäck für die eine Nacht an Bord zusammenstellen.
Samstag 23. September
Abfahrt 8:00 Uhr nach Helsinki ca. 350 km. 8:30 Uhr Huuup. Beinahe ein Zusammenstoß zwischen einem verrosteten Kleintransporter der links geblinkt hat, dann nach rechts vor unserem Bus abbiegen wollte. Klaus reißt das Steuerrad nach rechts - Gott sei dank war hier Platz, es fehlten keine 10 cm. Daraufhin schnallt sich Luba vorne gleich an. Weiter links wieder ein Unfall. Sie sagt, viele trinken schon ab Freitag. Auf dieser E 18 verkehrt für nur 15 EUR eine Buslinie zwischen Helsinki
und St. Petersburg. Finnen kommen Samstag mit dem Bus herüber, werden von einer Eskorte und Begleitfahrzeugen, die mit Wodka vollgestopft sind, an der Grenze erwartet. Bis die Finnen in St. Petersburg angekommen sind, sind sie schon so voll, das s sie von der Eskorte nur noch ins Bett gebracht werden brauchen. Es würde nichts passieren und die Finnen hatten ein schönes Wochenende! 8:50 Uhr Schlimmer Unfall. Rechts und links der gut ausgebauten Straße stehen jede Menge Autos aller Marken, die
zu Pilzsammlern gehören. Pilze gehören zur Grundnahrung der Russen und diese Sammler werden wir bis Vyborg in Massen sehen. Es ist neblig, Luba erzählt über Finnland und Russland, wie immer sehr gestenreich, obwohl sie ja ganz alleine vorne sitzt. Rechts liegt ein voll beladener LKW in der Böschung. Und weiterhin Wald, Wald, Wald 9:15UhrTankstopp Die Toiletten hier kosten zwar nur ein paar Cent, haben aber kein Papier und man kommt sich vor wie in Pferdeboxen. Bis Helsinki noch 303 km, 13
Grad C,. Luba ist auf dieser eintönigen Straße eingeschlafen. Sie hat das Haus schon um 5:15 Uhr verlassen müssen, um pünktlich im Hotel zu sein. 9:30 Uhr, wir erreichen Vyborg . Dieser Ort wird von der russischen Regierung vernachlässigt. Hauptberuf ist Schmuggel da es wenig Handelszentren gibt. Hier steigt Luba aus und fährt mit dem Zug nach Hause. Wir haben noch 224 km bis Helsinki. Der Nebel lichtet sich und die Sonne kommt durch. Wieder ein Unfall - Totalschaden. Ein Bofrost Auto. Ein
Vorposten der Grenze) Schranke auf, durch. Die Straßenränder sind voller Müll von den LKW, die hier warten müssen. Eine lange Schlange PKW. Wir sind der einzige Bus und fahren vor. 10 Minuten warten. Nach Empfang einer Dose Cola wird die Schranke geöffnet und grünes Licht gegeben zur Durchfahrt bis zur Hauptgrenze. 12:10 Uhr bzw. 11:10, da die Uhr wieder eine Stunde zurückgestellt wird in Finnland. Alle Mann aus dem Bus, durch die Kontrolle, Immikarten abgeben Stempel auf das Visum, auf
den Bus warten. Dieser soll durchfahren bis zum nächsten Schlagbaum. Falsch - zurückfahren und erst über die Grube, Zöllner guckt drunter, alle Klappen müssen geöffnet werden, mit der Taschenlampe wird in den Gepäckraum geleuchtet - es könnte sich ja irgendwo jemand versteck-t haben. Einmal innen durch den Bus, hier fällt der Augenmerk auf die kleinen Schnapsflaschen. Aber bitte sehr, kein Problem.! Klaus:"Bitte den Pass aufschlagen da wo der Stempel auf dem Visum ist", ein Zöllner
wirft einen Blick darauf - nach l Stunde und 20 Minuten können wir zur Finnischen Grenze weiter fahren. Überall Müll. Nachkontrolle, - hier wird festgestellt, dass Klaus selbst keinen Stempel auf dem Visum hat. Drehen - zurück. Unsere Zöllnerin kommt uns schon entgegen, Klaus hebt entschuldigend die Schultern, sie hebt zum Spaß die Faust. Nun muss er sich beim kleinen Durchgang anstellen, es geht aber schnell und zum Abschied schüttelt "Ludmilla" nochmals die Faust. Und wieder
zurück, aber wir können gleich durchfahren. |
 | 12.10 Uhr Europa hat uns wieder!! Beim finnischen Zoll
ist die Ampel rot. Zöllner fragt im Bus "Alles Deutsche?" Pass zeigen. Aufwiedersehen. Die finnische Flagge ein blaues Kreuz mit langem Balken auf weißem Untergrund begrüßt uns vor blauem Himmel. Nationalitätskennzeichen FIN. Die E 18, die hier "Via Karelia" heißt, wurde durch Felsen getrieben und überhaupt ist Finnland ein sehr felsiges Land, was den Boden betrifft. |
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Von
nun an erkennen wir zwar die Buchstaben wieder, können aber dennoch die Worte nicht lesen. Mehrere hundert LKW warten auf finnischer Seite auf die Einreise nach Russland. Helsinki 183 km. Links wird ein neuer Radweg angelegt, auf beiden Seiten saubere Holzhäusersiedlungen. Auf den Wiesen ragen große Felsbrocken aus dem Boden. 12:25 Uhr Ende der Autoschlange. Nein, nach ein paar Metern stehen weitere. Schon 13 km! Wann sollen die wohl am Zielort sein! Und immer noch strömen viele Richtung
Grenze, davon die meisten Autotransporter. Gute Straße, 19 Grad. Hier ist Lichtpflicht für die Autos. Auch hier wieder die Briefkästen am Straßenrand und Sandwege, die manchmal nur zu einem Haus führen. Wir sehen rechts und links Elchschutzgitter und eine extra angelegte Elchunterquerung! Man hat in Finnland 187.888 Seen über 500 qm Größe und 200.000 km Küste ermittelt, das heißt man könnte 5 x die Erde umrunden. 13:45 Uhr Mittagspause bei Sonnenschein. Wir sind alle froh, wieder im
Euroland zu sein, hier ist alles schön ordentlich und sauber. 15:05 Uhr finden wir den weißen Dom in Helsinki, Treffpunkt mit unserer Stadtführerin "Petra". Sie leitet uns am Hafen entlang, zeigt das Olympia Stadion, das Denkmal des berühmten Läufers Nurrni, der 1920 in Antwerpen 3 Goldmedaillen gewann und eine Skulptur in Form von Orgelpfeifen in Erinnerung an den Komponisten Jan Sibelius, wir können noch die Felsenkirche besuchen und dann ist unsere Zeit in Helsinki schon
verstrichen. Die ca. 150 km nach Hanko sind ziemlich eintönig. Auf solchen Strecken unterhält sich unser Reiseleiter Horst sehr intensiv mit Klaus, aber wir haben nie den Eindruck gehabt, Klaus sei übermüdet oder unkonzentriert. Überhaupt gebührt ihm ein großes Lob für seine umsichtige Fahrweise, 2x begegnen uns Männer beim Sommerski-Training. Kurz vor Hanko 5 Windkraftanlagen. Der Ort ist hübsch, Klaus hat sich bei der Suche nach "Superfast Ferrys" 2x vertan und uns somit zu einer
weiteren kleinen Stadtrundfahrt verholfen. 18:40 Uhr. Hanko Fähre, Klaus freut sich, dass wir gut in der Zeit sind. Er wird von 3 Männern angesprochen und schenkt ihnen Bier. Sie strahlen über das ganze Gesicht. Dann kommt eine schlechte Nachricht: die Fähre hat technische Probleme. Wir können zwar an Bord übernachten, bekommen auch Abendessen, müssen aber nach dem Frühstück wieder aus checken und die nächste Fähre nach Rostock nehmen. Na gut, was kann man machen! Dann können wir ja erst
einmal den Sonnenuntergang bewundern. 19.45 Uhr, es wird schnell dunkel . Wir bekommen die Bordkarten. Einchecken, Kabine beziehen, Büfett genießen! Noch einen Drink und dann ab in die Koje, denn um 5.00 Uhr gibt es schon Frühstück und bis 6:00 Uhr müssen wir das Schiff verlassen haben, das dann zur Reparatur ausläuft.
Sonntag, 24. September Nach dem reichhaltigen Frühstück gehen wir von Bord in die sehr einfache Wartehalle. Wer
sich nach draußen wagt, sieht einen blassrosa Schimmer im Osten. Einige beobachten das Ablegen der Superfast Ferry VII, die meisten bleiben aber in der Halle. Es ist kalt. Horst verteilt die neuen Bord und Verzehrkarten. In der Ferne nähern sich 2 Schiffe, eines davon die Superfast Ferry IX aus Rostock kommend. Unsere Fähre. Wir beobachten das Anlegen, das doch immerhin eine halbe Stunden dauert. Auf dem Schiff wird hektisch gearbeitet, reinigen, Betten beziehen, Getränke und
Lebensmittel auffrischen usw Das Warten bis 9.30 Uhr ist ja nicht so toll, aber inzwischen haben wir die Story der 3 Männer mit dem Bier erfahren: Also es sind 4 Skatfreunde, die von Rügen aus mittels Fähre nach Helsinki wollten, um dort ein paar schöne Stunden zu verbringen. Unglücklicherweise hatte ja aber diese Fähre Motorschaden und schlich an der Küste entlang Richtung Hanko, wo sie Samstagabend mit 10 Stunden Verspätung um 17.00 Uhr eintraf. An eine Weiterfahrt nach Helsinki war jetzt
nicht mehr zu denken, Hanko als solches ist für junge Männer auch kein Hit und am Kai gab es nichts zu trinken. Dann kam Klaus!! Darum die strahlenden Gesichter. Eigentlich sollte dieser Trip am Sonntagabend in Rostock enden und am Montag wollte man wieder zur Arbeit gehen. Nun kommt die Fähre aber erst Montagmorgen in Rostock an. Ja, leider, das war wohl nichts mit schönem Wochenende! Jetzt ertönt ein Gong und alles stürmt zum Einchecken. Nur das Gepäck in der Kabine ablegen und wieder
an Deck, um das Ablegen nicht zu verpassen. 10.15 Uhr klatscht das letzte Tau ins Wasser und der 203 m lange Koloss setzt sich langsam in Bewegung. Die Sonne wirft eine gleißende Bahn auf das Wasser. Der Kapitän richtet den Kurs gen Westen und sehr ruhig gleiten wir dahin. Nun haben wir 21 Stunden Muße und können uns ein wenig von der doch anstrengenden Busreise erholen. Wir werden hervorragend verpflegt. Der letzte gemeinsame Abend hat manche Lachsalven hervorgebracht und wir konnten eine
ruhige Nacht an Bord verbringen.
Montag, 25. September Heimreise 6:30 bis 8.00 Uhr nach finnischer Zeit ist das umfangreiche Frühstück anberaumt. Danach möchte fast jeder das Anlegemanöver an diesem sonnigen klaren Morgen beobachten. Auf einmal ein Geschrei von der oberen Reling und - rums - landet der Gehstock eines Mitreisenden mit Gepolter auf unserem Deck neben zwei unserer Mitreisenden. Uff, das war knapp! Langsam gleitet die
Fähre in Rostocks Hafen, nachdem vorher ein Lotse aufgenommen wurde. Erst werden die dünnen Seilenden der Taue an Land geworfen, die Helfer ziehen, ziehen, ziehen bis das dicke Tau um die Polder gelegt werden kann. Durch strammziehen bzw. nachlassen der Taue legt das große Schiff butterweich am Kai an. Die Passagierbrücke dockt an und um 8:50 Uhr betreten wir wieder deutschen Boden. Kurz darauf steht Klaus mit dem Bus parat und nachdem wir eine Mitreisende, die in Rostock bleibt,
verabschiedet haben, beginnt die letzte Etappe unserer informativen und erlebnisreichen Reise . Wir fahren auf der A 20 Richtung Lübeck (140 km), dann A 1 Hamburg - Bremen - Ruhrgebiet. 9.50 Uhr erste Rast bei Bremen, wie schön, wir können wieder alles lesen. Wie es scheint, haben wir unsere Bordfliege auch wieder mitgebracht. 10.50 Uhr Hamburg, wir vertreiben uns die Zeit mit lesen, dösen, reden. 11.55 bei Oyten biegt Klaus auf die A 27 Richtung Hannover - das war aber nur Trick 17,
um einen Stau rechts zu überholen - also weiter auf der A1 Richtung Bremen. Ein Hupen reißt viele aus dem Schlummer. Klaus hat auf der Gegenfahrbahn seinen Chef erspäht, der Kinder nach Husum bringt. 12.55 Uhr Mittagspause Dammer Berge, letzte Gelegenheit für ein heißes Würstchen! Viele im Bus kämpfen mit Husten, Schnupfen, Heiserkeit, A 43 Richtung Wuppertal. Ungehindert rauschen wir Krefeld entgegen. Der Himmel hat sich zugezogen. 15.15 Uhr letzte Pause. Noch einmal ein leckeres Tässchen
Kaffee und ein Stück selbstgebackenen Kuchen genießen, dann geht es endgültig in die letzte Etappe. Wir werden bis zu Hause 3.800 km davon 2.650 km im Ausland, gefahren sein! Klaus bedankt und verabschiedet sich schon mal. Einmal hält er noch kurz an, öffnet ein paar Klappen am Bus und kommt mit gut gekühlten Pfläumchen und Wodka mit Feige für eine Runde wieder. Ein ziemlich unmelidiöses "Klaus wir danken Dir" und ein "Prost" sind ihm sicher. Die restlichen Kilometer
sind schnell abgefahren. Horst verabschiedet sich von Klaus mit einem "Dankeschön" und wir uns von beiden mit einem herzlichen Applaus. 16.35 Ankunft und Ende. |
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