Urlaub 2011Mystische Urlaubsziele

Klima
Tabelle

von Karl Iten
aus Basel

Travel 005,
Reisen 005,
Kreuzfahrten 005, Frühbucher 005, Frühbucherrab att 005, Frühbucherrab atte 005, Frühbucherprei se 005, Bali 005, Frankreich 005, Myanmar 005, Bahamas 005, Tauchen 005, Libanon 005, Tunesien 005, Mallorca 005,

Landleben in Namibia

"Sense of Africa"

 von Meier´s Weltreisen vom 07.03.2005-.03.2005
Bildrechte und Text: Petra Pfeil und Dagmar Jegham

Montag Abend um 1 Uhr heben wir ab..- Direktflug Düsseldorf-Windhoek mit LTU Wir haben XXL-Seats gebucht für 100 Euro pro Person-
Damit haben wir Beinfreiheit und sitzen an den Notaustiegen- Sind wir damit zufrieden? Natürlich nicht ! Der Flieger ist nicht voll und während wir noch über

Giraffe in namibia

unsere gezahlten Zusatzkosten nachdenken und überlegen, ob wir den Platz wechseln sollen, sind alle anderen schneller und sichern sich je eine Vierer-Mittelreihe um den Flug liegend und natürlich schlafend zu verbringen- Als wir uns endlich auch dazu entschließen, gibt es nur noch er-Reihen am Fenster...

Während Schlangenmensch Petra es schafft, sich dort in die Waagerechte zu begeben, verbringe ich eine schlaflose Nacht und begrüße jede neue Minute persönlich! !

Endliche gegen Uhr, gibt es Frühstück- Langsam wird es hell und wir sehen Namibia aus der Luft das erste Mal- Bräunlich, einige Bäume und schnurgerade Straßen oder Wege bis zum Horizont- Sehr vereinzelt ein Haus- Schließlich eine etwas größere Lodge am Horizont...die sich später als der internationale Flughafen von Windhoek entpuppt!!

Nach Passkontrolle und Gepäckabholung suchen wir in der Halle einen Vertreter von Meier´s Weltreisen, um unsere Reiseunterlagen zu erhalten - niemand kommt- Wir besorgen uns bei Avis unseren gebuchten Toyota Condor, den wir über Dertour gebucht haben und müssen feststellen, dass die im Prospekt ausgeschriebene Super-Cover-Versicherung nicht alles abdeckt- Neben uns beschweren sich auch andere Personen, die sich vom Reiseveranstalter falsch

informiert fühlen- Das Auto sieht für rund 5000 namibische km sehr gut aus: Weiß, ohne jede Macke, neue Reifen- Wir starten vorsichtig, Linksfahren ist neu für uns- Petras mitgebrachte Aufkleber "LINKS-FAHREN" haften leider nicht am Kunststoff des Autos...

Tag 1

Das Abenteuer kann beginnen.
Nach dem Frischmachen fahren wir ins Zentrum von Windhoek zum Sightseeing und Geldwechseln- Unsere erste Erkenntnis: Bargeld kann man nur gegen  Passvorlage tauschen und muss dafür viel Zeit mitbringen- Unsere zweite Erkenntnis: Man kann hier hervorragend einkaufen! Leider sind wir noch nicht in der Stimmung und sehen uns erst mal um- Petra kauft sich lediglich einen Safari-Hut, Marke "Big Five"
.

Petra Pfeil
Etoscha-Rundfahrt
Vegetation in der Namib

Tag 2

Wir machen an diesem ersten Tag nur gute Erfahrungen: Die Namibier, besonders die Frauen, sind sehr  liebenswürdig und hilfsbereit- Um 17 Uhr schließen die Geschäfte, die Stadt leert sich- Wir fahren in die Pension zurück, um zu duschen- Gegen 1 Uhr kehren wir zurück in die Stadt, um in der alten Feste, im dortigen Restaurant Afrika, einheimische Kost zu probieren- Ich will Petra, die noch einen Spaziergang macht, mit typischer Kost überraschen und bitte die Kellnerin, mir etwas zu empfehlen...Sie meint, Opaungu wäre toll, so bestelle ich das: Eine Kürbissuppe und ein Huhn mit Pap- Nun, kurz gesagt, die Kürbissuppe war okay..- der Pap (eine Einheimischenbeilage) total sauer und für sich alleine ungenießbar..- und Opaungu wurde dann gegen eine Bananensuppe ausgetauscht, weil wir gebratene Schmetterlingslarven dann doch nicht essen wollten! Gegen 1 Uhr fallen wir todmüde ins Bett.

Frühstück gegen 7.0 Uhr Es gibt ein Büfett mit Käse, Wurst, Müsli, Saft, Eiern in allen Variationen, auf Bestellung, und erstklassigen Brötchen..-
Gegen  Uhr verlassen wir Windhoek in Richtung Süden- Die Straße ist leer und unendlich gerade, Kurven scheinen unbekannt- Die Landschaft verändert sich, von üppig grün und bergig in steppenartiges Flachland- Erster Halt ist Rehoboth- Wir besuchen das kleine Heimatmuseum und lernen viel über den kleinen Ort und die Basters ( Mischlinge aus schwarzen und weißen Namibiern).

In Kalkrand biegen wir auf unsere erste Schotterpiste, die C 1 ab, Richtung Kalahari- Dort werden wir mitten in der Wildnis in einer Busch-Lodge übernachten, der Zebra-Lodge von INTU AFRICA, Eine abenteuerliche Zufahrt, mit Sand verwehten Wegen, Der Wagen verhält sich wie auf Schmierseife, aber wir kommen ohne Probleme durch und erreichen die Lodge gegen 1 Uhr- .

Die Anlage ist wunderschön gelegen und eingerichtete - allerdings wird sie von Schwarzen geführt- Vielleicht liegt es wirklich daran, dass der Pool dreckig ist, es keine Sonnenliegen gibt und das Wasser der Toilettenspülung nicht funktioniert- Und, es gibt kein Mittagessen- Selbst ein Sandwich war angeblich außerhalb der Möglichkeiten- Wir verbringen den Nachmittag auf der Veranda und lesen-

Zebra Lodge

Man hat uns eine Safari angeboten, die um 17 Uhr starten soll und bis 1:30 Uhr geht incl- Sundowner- Das Ganze zum Preis von 70 NS- Da wir sonst nichts unternehmen können, stimmen wir zu- Dann wird uns aber mitgeteilt, dass man erst um 1 Uhr könne, dafür aber zum gleichen Preis- Gegen 17 Uhr tauchen verschwitzte Deutsche um die 0 auf und fluchen auf die Sandpiste zur Lodge, in der sie sich festgefahren haben- Anfänger! Uns passiert so was nicht! Wir tauschen Erfahrungen aus und erhalten diverse Tipps von den beiden, die witzigerweise aus Mönchengladbach, unserer Nachbarstadt in der Heimat stammen- Schließlich starten wir um 1.0 Uhr..- nachdem wir den Preis auf die Hälfte gedrückt haben- Unser Game Drive dauert ganze 15 Minuten, dann sind Reifen des Jeeps platt!!! Wir müssen umkehren- What a lucky day! Das Abendessen nehmen wir zu viert ein, weitere Gäste sind nicht gekommen

Tag 3

Frühstück um 7 Uhr, wir haben heute eine lange Etappe vor uns, ca- 500 Kilometer- Um Uhr machen wir uns mit den beiden Herren und dem Wildhüter auf zum Tor- Der soll uns helfen, falls einer von uns in den Sandverwehungen stecken bleibt- Aber heute treten keine Probleme auf- Wir verabschieden uns und fahren entgegen der Meier´s-Anweisung nach rechts, auf der D 1 Richtung Mariental- Wir kommen an einigen gut besuchten Wasserlöchern vorbei, wo viele Antilopen ihren Durst stillen- In Mariental tanken wir und legen einen Wasservorrat von rd-  Litern im Auto an- Nach einem kurzen Ausflug zum Hardap-Stausee ( Petra verhandelt das Eintrittsgeld von 0 NS auf 10 für 5 Minuten Besichtigung!) fahren wir nach Keetmannshoop, um dort in Uschis Kaffee-Stube zu Mittag zu essen.

Nach dem Essen fahren wir zum alten Köcherbaumwald, 1 km von Keetmanshoop entfernt an der C17 gelegen- Da wir bereits einige Bäume an der B l gesehen hatten hat sich dieser Umweg nicht wirklich gelohnt.
Zurück nach Keetmanshoop, voll tanken, dann geht's weiter auf der B Richtung Lüderitz- Wir beschließen, uns nicht an die Anweisungen von Meier´s zu halten und erstmals eine D-Straße zu nutzen- Die D 55 führt am "Naute-Dam" vorbei und trifft später auf die vorgeschriebene C1.
Unterwegs hat Petra ihren ersten Einsatz als "Wassertesterin" Hinter dem Naute-Dam führt der Weg auf ca- 100 m durchs Wasser- - Arbitsanweisung des Autoverleihers: Falls Wasser auf der Straße steht, ist vor der Durchfahrt die Tiefe und Bodenbeschaffenheit durch Durchwaten zu testen- In diesem Fall geht das Wasser nur bis zu Petras Knöchel- Wir wagen die Durchfahrt! Nach insgesamt 100 staubigen Kilometern kommen wir schließlich am Canon Roadhouse an.

Tag 4

Fishriver Canyon
Zebra Lodge von INTU Africa

7 Uhr - Sonnenaufgang von unserem Zimmer aus fotografiert- Später brechen wir auf zum Fish River Canon- In Hobas, einem Camping-Platz, liegt auch die Zahlstelle für die Besichtigung des Canons- Wie immer zahlen wir Eintritt für uns und das Auto- Der Canon selbst ist ca- 10 km lang, km breit und max- 5 m tief- Der Fish River entspringt im östlichen Naukluft-Gebirge und sorgt für die Entwässerung des gesamten südlichen Namibia- In der Regenzeit können Wolkenbrüche vorkommen, die den Fluß auf gewaltige Flutwellen anschwellen lassen- Das haben wir Gott sei dank nicht erlebt, aber im Roadhouse die Bilder der letzten Überflutung des Hotel-Geländes gesehen-

Danach war uns nicht wirklich mehr danach, Regen in Namibia zu erleben.Am Nachmittag, nach 5 km äußerst schlechter Wegstrecke, erholen wir uns am Pool, bevor wir gegen Abend zu unserem - Game Drive aufbrechen, der diesmal ohne Zwischenfälle verläuft..

Tag 5

Verbotstafel in der namibischen Wüste

Um .30 Uhr brechen wir auf- Zunächst geht's rd- 100 km zurück auf der Schotterpiste zur B, dann biegen wir nach links ab auf die Teerstraße Richtung Lüderitz- Petra schlägt vor, einen Umweg von rd- 20 km nach Bethanien zu fahren- Hier sind die historischen Lüderitz-Verträge abgeschlossen worden, die den Diamantenboom in Deutsch-Süd-West begründet haben- Wir müssen allerdings feststellen, dass sich der Umweg nicht gelohnt hat-

Dagmar Jegham

Die nächste Tankstelle an der B verfügt nicht über bleifreies Benzin, so müssen wir weiter bis Aus, das sind noch ca- 100 km- Die Gegend entlang der B  ist eher trist- Flaches Land soweit das Auge blickt- Der Himmel zieht sich immer mehr zu, je weiter wir nach Westen kommen- Tankstop in Aus- Das ist ein ursprünglicher Ort links der Hauptstraße- Es gibt nur Sandwege, aber auch ein "Bahnhofshotel"- Die Tankstelle sieht nicht nach bleifreiem Benzin aus, aber bevor wir weiterfahren wollen, zeigt man uns eine weitere versteckt liegende Zapfsäule mit bleifreiem Benzin- Die 10 km bis Lüderitz hätten wir sonst wohl nicht mehr geschafft! Auf der Weiterfahrt fallen tatsächlich einige Tropfen, mehr Regen gibt es allerdings nicht- Auch in Lüderitz bleibt es grau und düster.

Unsere Pension "Zur Waterkant" wird von einer Dame um die 0 geführt, die vor ca- 0 Jahren mit ihrem Mann nach Namibia gekommen ist.
Sie macht einen eher frustrierten Eindruck und meint, noch einmal würde sie diese Entscheidung nicht treffen- Das Grundstück ist von einem hohen Zaun umgeben, sie hat  Schäferhunde und zusätzlich steht nachts ein Wächter vor dem Haus- Alleine geht sie nie aus, auch tagsüber nicht! Mir erscheint das ziemlich übertrieben, allerdings wer weiß, welche Erfahrungen sie hat- Das Grundstück liegt nahe an dem Township, den Häusern und Hütten der Arbeitslosen..-
Abends essen wir bei atemberaubendem Sonnenuntergang auf der Terrasse des "Rizzis", die Empfehlung des Reiseführers war wie immer gut.

Tag 6

Nachdem wir am gestrigen Tag die einzigen Gäste in der Pension waren, stellen wir am Morgen beim Frühstück um 7.5 Uhr fest, dass weitere Gäste eingetroffen waren, ein südafrikanisches Ehepaar- Mit denen bekommen wir schnell Kontakt, sie heißen Arthur und Marcelle und befinden sich auf einer eher ungeplanten Rundreise- Sie wollen noch einen Tag in Lüderitz bleiben und wir erzählen, dass wir gleich zu Kolmans-Kuppe wollen, der ehemaligen Diamanten-Siedlung und heutigen Geisterstadt-
Das interessiert sie auch und so treffen wir uns später dort auch wieder- Während wir heute nach Helmeringhausen weiter reisen und danach Tage am Sossusvlei verbringen, wollen sie morgen nach Swakopmund, das sind rd- 00 km Schotter, unvorstellbar! Wir geben zum Abschied noch den Hinweis, doch unbedingt an der Sossusvlei anzuhalten und verabschieden uns von ihnen.

Zurück geht's auf der B bis Aus, wo wir nachtanken- Dann endet für lange Zeit das Fahren auf Teer- Wir biegen auf die sandige, rote C13 ab und fahren ca- 100 km bis Helmeringhausen, einem kleinen Nest im Nirgendwo...
Gegen 13.30 kommen wir (wie meist) nach einer Fahrt durch eine atemberaubende Landschaft in Helmering-Hausen an-

Gutes Essen in Namibia
Ugab Terassen in Namibia
Namibia Wasserloch

Wir haben es aufgegeben, alles zu fotografieren..- die Bilder werden einem Dritten nie klar machen, wie diese sich ständig verändernde Landschaft und die vielen Farben auf den Urlauber vor Ort wirken- Nach dem Mittagessen, Springbock-Lasagne und Bratwurst mit Kartoffelsalat (das Hotel wird allerdings nicht von Deutschstämmigen geführt!) legen wir uns an den kleinen Pool und lesen- Zum Sundowner klettern wir auf den "Hausberg", aber ein Sonnenuntergang bei blauem Himmel ist nicht halb so schön, wie mit vielen Wolken..- Am Abend erwartet uns ein liebevoll gedeckter Tisch, ein Drei-Gang-Menü (Thunfisch-Pastete, Oryx-Steaks mit Kürbis und Granatapfel mit Sahne) und natürlich einem ''Absacker"- Danach bewundern wir den Sternenhimmel und wissen, warum die modernste und neueste Sternwarte der Welt gerade in Namibia eröffnet wurde.

Tag 7

Um 7 Uhr ist es hell und wir stehen auf- Nach dem Frühstück geht es um Uhr wieder auf die Staubpiste..- Unser erstes Ziel heute ist das Schloß Duwisib, erbaut mitten in der Dornbuschsavanne, von Hansheinrich von Wolf im Jahr 107- Das Ehepaar Wolf lebte dort von 10 bis 11, danach verließ es das Land und kehrte nie wieder zurück- Seit 17 gehört das Schloß dem Staat Namibia und ist als Museum geöffnet- Nach der Besichtigung geht es weiter in Richtung Sossusvlei- Die Landschaft verändert sich wieder, der rote Sand der Namib-Wüste kommt immer mehr in unseren Blickwinkel- Zur üblichen Zeit, gegen 13.30 Uhr kommen wir zu unserem Quartier für die nächsten Tage, dem Desert Homestead-

Wir verbringen den Nachmittag am Pool und überlegen (viel zu lange!), ob wir einen Ausflug zu Pferd Am Morgen oder Abend machen wollen..- Als wir uns endlich für abends entschieden haben, sind die "Kaltblüter" für die ungeübten Reiter (also für uns!) schon vergeben und wir müssen bis zum nächsten Abend warten- Nach dem schon fast üblichen 3-Gang-Menü gehen wir heute früh schlafen, denn morgen heißt es früh aufstehen...

Tag 8

Duwisib-Castle

Gegen 5.30 klingelt der Wecker! Um Uhr gibt es einen schnellen Kaffee und Übergabe des Frühstücks Paketes, dann brechen wir im Finstern auf zur berühmten Sossusvlei-
Für die rd- 35 km bis zum Eingangstor brauchen wir ca- 30 Minuten- Dort treffen wir auf die Autoschlange, die auf Toröffnung wartet- Während Petra zu Fuß hineingeht, um das Eintrittsgeld zu entrichten, warte ich am Auto..- Und was und wen sehe ich? Arthur und Marcelle aus Südafrika, direkt hinter uns!!! Ein freudiges Wiedersehen! Wir fahren zusammen bis zur Düne 5 ( ca- 00 m hoch), die Petra und Arthur bestiegen, während ich mit Marcelle auf halber Strecke umkehre...Später nehmen wir gemeinsam den Allrad-Shuttle bis zum Vlei ( die letzten 5 km sind für alle Nicht-Allrad-Fahrzeuge gesperrt)- Diese rote Wüste ist unvergleichlich, man muss sie einfach gesehen haben- Leider kommt man, wenn man nicht innerhalb des Parks übernachtet, nicht in den Genuß, diese Sanddünen im Sonnenauf- oder -Untergang gesehen zu haben, was sicherlich noch eine Steigerung des Genusses bedeutet hätte ( also fürs nächste Mal merken!)- Dann verabschieden sich die Beiden, weil sie heute hoch bis Swoakopmund wollen- Wir verabreden uns für den Abend des kommenden Tages um 1.30 Uhr im Hansa-Hotel von Swakopmund auf einen Sundowner..

Namibia Düne

Gegen 1 Uhr steht unser Pferde Ausritt auf dem Programm- Wir werden zu fünft sein, Dillon von Der Ranch,  Schweizer und wir beide- Die Pferde sind relativv klein und brav- Ich erwisch das größte, habe natürlich aufgrund meiner Unsportlichkeit damit auch die größten Schwierigkeiten, in die Steigbügel zu kommen.
Beim Sundowner gegen 1.15 Uhr bin ich froh, aus dem Sattel zu kommen, man reitet nicht alle Tage- Zwei Helfer von der Ranch halten die Pferde, auch ein Jeep steht da-

Irgendwie denken wir alle, die Rückstrecke fahren wir mit dem Jeep und die anderen reiten, weil es inzwischen dunkel ist, aber meistens kommt es anders, als man denkt: Wir müssen wieder auf die Pferde! Mein Gaul Durango ist quälend langsam, wir sind immer mindestens 50 m hinter den anderen- Nur einmal, als wir die Straße überqueren, kann ich tatsächlich die Führung übernehmen! Hurra! Als wir gegen 0.30 Uhr endlich an der Ranch ankommen, bin ich froh, aus dem Sattel zu kommen- am nächsten Tag schmerzhaft zu spüren bekomme! So wie wir sind, gehen wir zum Abendessen und dann duschen und ins Bett- Vor dem Einschlafen denke ich noch, dass ich den Ausritt am nächsten Tag sicherlich noch schmerzhaft zu spüren bekomme- Was dem auch so sein sollte.

Tag 9

Heute kommt Petras "Angstetappe" Kuisep-Pass- Laut Reisekatalog soll man für diese Strecke ein Allrad-Fahrzeug benötigen - was wir nicht haben! Mehr Sorge macht uns zunächst der Benzin-Stand- Die Tankstelle im Sossusvlei hat nämlich kein Bleifrei mehr und unsere max- Kilometerleistung haben wir schon erreicht, allerdings, laut Tankuhr ist noch Benzin im Tank- Ob es aber noch für die 100 Kilometer bis Solitaire reichen würde, ist fraglich.
Wir haben Glück!!! Schon nach 5 km kommt eine neue Tankstelle, von der noch nicht mal unser letzter Hotelier etwas wusste! Als besondere Attraktion läuft dort ein zahmes Warzenschwein herum.

Wie so oft, der Kuiseb-Pass erweist sich als völlig harmlos- Das mag anders sein, wenn es geregnet hat, aber heute leiste ich mir sogar den Luxus, die Durchfahrt zu filmen, während ich fahre, man muß sich ja schließlich irgendwie beschäftigen...Wie schon vorab von anderen gehört, sehen wir auf der ganzen Strecke ständig Mercedes-Testfahrer- Das ist nach dem Pass aber auch die einzige Abwechselung, die Gegend wird bis kurz vor Walfish Bay .

zahmes Warzenschwein an der Tankstelle in Namibia

flach und öde- In Walfish Bay essen wir zu Mittag und melden uns direkt bei Mola Mola für die Schiffstour durch die Bucht am nächsten Morgen an- Dann fahren wir den sandigen Küsten-Highway nach Swakopmund und suchen unsere Pension Rapmund auf.
Abgesehen von der Zugeknöpftheit der ältlichen Besitzerin machen auch die Zimmer einen unmodernen, klammen Eindruck- Wir sind aus dem Landesinneren Besseres gewohnt! Anschließend gehen wir auf eine erste Ortserkundung- Bei kühlem, nebligem Wetter-
Gegen 1.30 Uhr betreten wir das edle Hansa-Hotel und setzen uns in die Bar bei Sherry Dry und Martini extra Dry- Wer nicht kommt, sind unsere südafrikanischen Freunde...Irgendwie sind wir enttäuscht, wir hatten das nicht so erwartet- Schließlich beschließen wir, bei Erich`s essen zu gehen- Die Empfehlung unseres Reiseführers war okay.

Tag 10

Beim Frühstück erfahren wir von der netten Juniorchefin- dass gestern abend ein südafrikanisches Ehepaar in der Pension war und nach uns gefragt hatte- Sie wussten nicht mehr, wo wir uns treffen sollten- Die Frau hat sie in mehrere Lokale geschickt, leider nicht dorthin, wo wir waren- Wir überlegen, auf dem Weg nach Walfish Bay bei ihrem Quartier vorbeizufahren- Aber viel Zeit haben wir nicht und kennen nur die Vornamen- Als ich gegen Uhr die Rezeption der Anlage betrete, kommt mir Marcelle entgegen! Nach der Begrüßung erfahre ich, dass sie nach Walfish Bay wollen, um bei Mola Mola den Schiffsausflug zu machen, genau wie wir! So verbringen wir auch diesen Vormittag zusammen- Die Bootstour ist einmalig- Wir haben einen sehr netten Captain, der alles auf

verfressene Pelikane

deutsch und englisch erklärt- Bevor wir 5 Minuten unterwegs sind, hat bereits der erste Seehund das Boot bei voller Fahrt geentert und verlangt Fisch! Es folgen weitere, gefolgt von Pelikanen- Wir sehen Tausende von Seehunden, die sich schon zu einer Plage entwickelt haben, da sie den gesamten Fischbestand ausrotten könnten-

Robben vor der Walfish Bay

Darüber hinaus, so erfahren wir, hat Namibia mangels Geld den Russen Fischrechte eingeräumt- "Einige verrottende "Fischfabriken" liegen im Wasser vor dem Hafen- Schließlich gibt es Champagner und Austern, die übrigens hier viel leckerer sind, als in Europa- Ein gelungener Vormittag!
Mittags erleben wir Swakopmund bei Sonnenschein- Wie wir später erfahren, ist das ein sicheres Zeichen für Regen im Landesinneren- Wir trinken Kaffee im besten Hotel der Stadt, dem alten Bahnhof, einem wirklichen sehenswerten schönen 5-Sterne-Hotel- Bevor wir uns abends mit Arthur und Marcelle zum Sundowner treffen, lese ich in der deutschsprachigen Tageszeitung Namibias und lache mich schlapp!! Berichterstattung aus einer anderen Welt und einer anderen Zeit- Den Tag beendet eine wundervolles Abendessen im "The Tug" direkt an der alten "Jetti

Tag 11

Heute liegen 330 km Strecke vor uns- Zunächst geht es noch an der Küste entlang bis Henties-Bay, einen verschlafenen Ferienort, der aber einen netten Eindruck macht-
Die nächsten 100 km bis zum Cape Cross, der Robben-Kolonie schenken wir uns und biegen direkt ab in Landesinnere auf die C 35- Hurra, endlich wieder Schotter! Wie man sich daran gewöhnen kann...Die Piste ist kaum zu erkennen, da das weite flache Land die selbe Farbe hat- Endlich sehen wir das Brandberg-Massiv näher rücken- Das Land wird sehr ursprünglich, wir sehen Eingeborenenhäuser am Straßenrand- Es folgen selbst gezimmerte Verkaufsstände an der Straße, wo Frauen selbst gemachte Puppen und Anhänger verkaufen- Schließlich halten wir an einem Stand an

und kaufen eine Kleinigkeit- In Uis tanken wir nach und fahren weiter nach Khorixas, unserem heutigen Etappenziel- Die Gegend wird deutlich grüner, wir fahren durch ein gelbes Blumenmeer und sehen frei laufende Esel und Kühe- In Khorixas wohnen wir in der Gowati-Lodge- Wir sind wieder mal die einzigen Gäste- Nach dem Mittagessen begeben wir uns an den Pool, um zu lesen- Aber es ziehen immer mehr Regenwolken auf und einige Tropfen fallen- Also verziehen wir uns ins relativ dunkle Zimmer und lesen dort bis zum Abendbrot- Da nichts in der Lodge los ist, verziehen wir uns anschließend wieder aufs Zimmer- Der Himmel ist Wolken verhangen und es grummelt die ganze Zeit- Aber wirklich regnen wird es auch in der Nacht nicht.

Eingeborenen Hütte

Tag 12

Nachdem ich unsere Kellnerin, Miss Heleni Hanganeni, fotografiert habe verlassen wir die Lodge- Heute geht es zunächst nach Westen, um die Sehenswürdigkeiten Verbrannter Berg, Felszeichnungen und Orgelpfeifen zu besichtigen- Als erstes halten wir natürlich an der Tankstelle vor der Lodge- Einige Halbstarke kommen zu uns und wollen uns Andenken verkaufen- Weil sie so ärmlich aussehen, entschließen wir uns zum Kauf von
 Schlüsselanhängern und übergeben 100 NS, die sie aufteilen sollen-
Es kommt aber zum erbitterten Streit, nachdem einer von ihnen mit dem

Heleni Hanganeni aus Namibia

Geldschein weg ist, um zu wechseln.

Sonnenuntergang in Namibia

Schließlich wird es Petra zu bunt und ich erlebe sie das erste Mal laut- Wir verlassen die Tankstelle und fahren los- Die C-Straße ist nicht in gutem Zustand und je weiter wir uns vom Ort entfernen, desto mehr scheint es geregnet zu haben.

Wir bekommen einen Eindruck, was uns erwartet hätte, wenn wir auf der Rundreise den großen Regen erlebt hätten- Die welligen Schotterpisten laufen in den Wellentälern voll Wasser, das natürlich nur durchfahren werden kann, wenn es niedrig genug für den Wagen ist...Da, eine andere Strecke nehmen, bedeuten würde, einen gigantischen Umweg fahren zu müssen und es nur alle 100 km ca- eine Tankstelle gibt, kann man sich ausmalen, dass man im Zweifelsfall hätte warten müssen, bis der Wasserstand so niedrig geworden wäre, dass man passieren kann.
Die eigentlichen Sehenswürdigkeiten finden wir aufgrund einer schlechten Beschreibung nicht und fahren so auf einer anderen Strecke wieder nach Khorixas und nehmen die Teerstraße nach Outjo.
Unterwegs machen wir einen Abstecher zum Fingerklip und essen in der Fingerklip-Lodge zu Mittag-

Vingerklip Flsen, das Wahrzeichen namibias

Die Anlage macht einen sehr guten Eindruck, hat  Pools- Überhaupt bekommen wir einen Eindruck davon was es heißt, eine Namibia-Reise auf selbst ausgewählten Lodges zu machen Jede ist irgendwie anders nett, hat einen Pool, liegt jeweils in einer anderen Landschaft und mit mehr Ruhe kann man es dort sicherlich  Tage aushalten, bevor man zur nächsten aufbricht- Also das nächste Mal weniger Kilometer fahren, dafür selbst die Lodges aussuchen und genießen...Am Nachmittag erreichen wir Outjo und fahren bei dunkelsten Wolken zum Etosha Garden Hotel, unserer heutigen Übernachtungsstelle- Eine wunderschöne Anlage, schöner Garten und Pool, nette Zimmer, aber..- wir sind kaum angekommen, als es zu regnen anfängt-

Am Abend haben wir das Pech, eine Reisegruppe mit Bus vor uns beim Essen zu haben, so warten wir über eine Stunde auf das Essen- Die Eigentümer kommen übrigens aus Osterreich, wie ein Blick auf die beiliegende Tageskarte auch unschwer erkennen lässt- Es regnet sich ein, und es hört auch in der Nacht nicht auf.

Tag 13

Auf nach Etosha!
Der Parkplatz unseres Hotels steht unter Wasser- Wir biegen rechts ab, aber die Straße ist komplett überflutet- Also zurück, andersherum durch den Ort- Wie gut, dass wir schon hier sind und der Regen nicht eher kam! Aber, werden wir überhaupt Tiere sehen? Die Wasserstellen sind heute wohl nicht sehr interessant, da es überall Wasser im Überfluß gibt- Nach einer knappen Stunde kommen wir am Anderson-Gate des Etosha-Parks an- Die Frau an der Pforte erzählt uns, heute würde es nicht regnen!!!! Naja! Gerne hätten wir ihr abends mal die Meinung dazu gesagt, aber da waren wir am anderen Ende des Parks- Also, Regeln beachten, niemals aussteigen, Tiere haben Vorfahrt und los geht es- Ein Strauß, einige Zebras und immer wieder Springböcke- Das ist unsere Ausbeute von Uhr bis mittags um - Egal Ob wir am Elefantenloch oder auf dem Rhino-Drive waren, nichts zu sehen.-

Gazellen in Namibia

Am Nachmittag freuen wir uns über die ersten Giraffen...und einige Gnus, eine vereinzelte Oryx-Antilope- Wir fahren fast eine Tankfüllung leer, aber kein Elefant, kein Löwe-
Erst gegen Abend stehen wir plötzlich direkt neben einem Elefanten am Wegesrand- Ganz schön groß! Ich flüstere Petra zu: Bitte keinen Blitz benutzen!Und später sehen wir tatsächlich

einen Löwen! Da hat sich der Tag dann doch noch gelohnt! Unser Auto ist allerdings nicht mehr zu erkennen vor Schlamm- Petra spritzt es abends mit dem Schlauch ab, bevor wir im Namutoni-Rastlager im Park übernachten.

Vorsicht Wildwechsel in Namibia
Etosha nationalpark Namibia Elefanten

Tag 1

Unser letzter Tag- Heute geht es 550 km zurück nach Windhoek- Aber diesmal die ganze Strecke auf Teer- Wir halten am Otjikoto-See, der ca- 100 m breit, aber 10m tief sein soll- Der Betreiber eines Camping-Platzes hat drum herum einen kleinen Park angelegt, allerdings unnötigerweise auch sonst frei laufende Tiere dort als Minizoo eingesperrt- Das kommt nicht so gut.

Da heute Unabhängigkeitstag in Namibia ist, hat quasi alles geschlossen- So fällt auch unser geplanter Einkaufsbummel in Windhoek ins Wasser und wir beschließen, es am Holzschnitzermarkt von Okahandja zu versuchen.
Petra kauft sich für 100 Nabibische Dollar eine Giraffe von ca- l m Größe.
Das ist im Verhältnis zu den Geschäften superbillig- Gegen 17 Uhr sind wir zurück in der Pension Moni in Windhoek, wo wir auch die erste Nacht verbracht haben- Abends gehen wir feudal bei Gathemanns essen- Selbst unsere neuen Lieblinge, die Austern dürfen nicht fehlen.
Sehr gutes Essen- Allerdings, die Bedienung könnte besser sein.
Das war´s! Um 7 Uhr brechen wir auf zum Flughafen- Dort haben wir Spaß mit dem Mann von Avis, der Petra  N$ mehr abknöpfen will, als wir noch im Portemonaie haben- Wir haben vergessen, was dort noch zu bezahlen ist- Er nimmt es aber mit Humor, gibt Petra noch zusätzlich NS, damit wir uns beide noch einem Kaffee kaufen können und lacht sich mit uns kaputt.

Am Check-in trifft Petra tatsächlich einen Arbeitskollegen, der auch gerade 3 Wochen in Namibia verbracht hat- Wir sind uns einig, hier muß man wieder hinfahren...Als später in der Abflughalle mein Name von Avis aufgerufen wird, bekomme ich es mit der Angst zu tun...man hört sehr viel von unverschämten Forderungen der Mietwagenverleiher in Namibia nach Rückgabe der Wagen- Was ist los? Unser "Kaffee-Freund" strahlt- Ich habe das Fernglas im Auto vergessen!!! Dafür wird man gerne zurückgerufen! Aber dann ist der Urlaub wirklich vorbei und wir fliegen 10 lange Stunden nach Hause zurück mit der LTU.

Reiseplanung und überdurchschnittlichen Support für eine Namibiarundreise gibt es unter info[et]krefelder-reisen.de

<nach oben>

Kolmanskuppe Namibia

Jederzeit ausbaufähige Pauschalangebote und Hotels sind unter www.krefelder-reisen.de in den Buchungstools zu finden-
Oder einfach anrufen:
Tel- 0151 0 0 1