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von Karl Iten
aus Basel

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Fozzigiaren bei Ghat am Jabal Akakus

Unter der sengenden Sonne der libyschen Wüste liegen tief unter dem Wüstensand und den Felsebenen verborgen riesige Wasservorkommen und gigantische Öl- und Gasblasen, Zeugniss davon, dass Nordafrika nicht immer dieser unwirklich, schöne Ort gewesen sein kann, wie er heute dem Besucher scheint und den

Bewohnern alltäglichen Überlebens- kampf bietet-

Oase Ghadames
Leptis-Magna

Jeder Tropfen Wasser ist wertvoll in dieser Einöde und muss mühsam beschafft werden-

Selbst die Oasen bieten längst nicht mehr genügend Wasser,

um die Bewohner zu ernähren- Seen sind angefüllt mit salziger Salpeterbrühe-
Das war nicht immer so- Nicht nur die Bodenschätze zeugen davon, dass hier vor Jahrmillionen urzeitliche Wälder, vor Fischen wimmelnde Meere gewesen sind, wo heute der Sand vom ewigen

Wind getrieben wird- Nach der Zeit der Phönizier, die vom heutigen Libanon

Mandara Gebirge

aus das Mittelmeer als Händler beherrschten und an der libyschen Küste unter anderem Karthago gründeten übernahmen 1 v- Chr- die Römer im Zuge der Punischen Kriege und der Zerstörung Karthagos die Küste und gründeten die römische Provincia Africa.

Theater von Sarata

Funde von akribischen Aufzeichnungen, was das römische Weltreich von dem damals fruchtbaren Küstengebiet vom Nildelta bis zu den

Ausläufern des Atlasgebirges im heutigen Marokko an Olivenöl und Getreide nach Rom verschifften lassen nur den Schluss zu, dass Nordafrika fruchtbar und grün gewesen sein muss- Die kulturellen Metropolen, Leptis Magna oder Sabrata müssen mitten in grünen Landschaften gestanden haben- Diese sehenswerten Kulturdenkmäler darf man sich nicht entgehen lassen- 

Genauso wenig, wie den Zeustempel in Cyrene, die Ruinen von Apollonia, die Nekropole von Ghirza, den Triumphbogen des Marc Aurel in Tripolis.

Und wer mehr über die Geschichte Libyens vor der Okupation durch die  Normannen, Phöinizier, Griechen, Römer, Vandalen, Osmanen und Türken wiisen will, der sollte einen Abstecher an das algeriesch-tunesische Grenzdreieck nach Ghadames machen- Hier, mitten iun der Sahara findet man noch die Ursprünglichkeit des Karawanenhandels.vor.

Die UNESCO hat die Altstadt von Ghadames als Weltkulturerbe erklärt.

römische Baukunst in Leptis Magna

Die Nomaden, die über Jahrhunderte Handel mit den südlich gelegenen afrikanischen Ländern trieben müssen von Oase zu Oase gezogen sein und ihre Kamel werden unterwegs wesentlich öfter, als heute aus kühlen Brunnen und sauberen Süßwasserseen getrunken haben.

Heute gibt es genauso, wie umfangreiche Erdöl- und Erdgasvorkommen das Wasser nur noch in großen Tiefen-
Der seit 1 über Libyen herrschende Muammar al Gadhafi holt es aus dem Erdinneren und leitet es in endlos wirkenden Pipelines bis nach Tripolis, der aufstrebenden modernen Hauptstadt an der Großen Syrte.

Felszeichnung in den Akakus Bergen
der Eelefant von Al Awaynat zeugt von frühreren fruchtbaren Zeiten

Im Süden Libyens, mitten in den von  Vulkanbergen durchzogenen Felswüsten von Habeter, Wadi Mathendous oder Akakus zeugen Felszeichnungen von vergangenen Kulturen und von einer reichhaltigen Fauna und Flora

wau an namus
Vulkan Wau an namus

Nach der “Versöhnung” Libyens mit der Weltgemeinschaft haben die internationalen Hotelkonzerne an der Großen Syrte Hotels hochgezogen und versprechen sich große Geschäfte

mit den Urlauberströmen, die schon immer begierig neue Ziele in der Welt aufnehmen werden- Bis dahin sollte man als wahrhaftig Reisender, als kulturell Interessierter und als Tourist, der noch den Zauber unberühreter Natürlichkeit zu schätzen weiß unbedingt Libyien besuchen- 

Beduinen Maedchen im Tibesti GebirgeOase Mandara

Die antiken Städten sind im Mittelmeeraum die besterhaltenen Zeugnisse aus griechischen und römischen Zeiten- Die Ursprünglichkeit der Beduinen,

Tuareg und Berber kann jetzt noch erfahren werden.

Theater von Sarata

In den letzten Jahren konnten die gewohnten Abenteurer, die mit -weeldrive Fahrzeugen und Motorrädern durch die libysche Wüste gejagt sind keinen so großen Schaden unter der Bevölkerung anrichten, wie es die Ströme der Pauschaltouristen anzurichten in der Lage sind, die in Shorts und mit Sonnenbrille angetan und Euro und Dollar schwenkend aus modernen Reisebussen quillen werden..

Karawane zwischen Mandara und Um el Ma

Im Osten grenzt Libyen, getrennt durch die natürliche Barriere des großen “Sandmeers” an Ägypten- Über die Küstenstraße gelangt man über die Grenze- Die Oasen Siwa und Baharia sind unmittelbar hinter der Grenze- Sie belegen, dass auch zu pharaonischen Zeiten die libysche Wüste Bestandteil der großen ägyptischen Reiche gewesen sein muss-

Die Einreise von Tunesien, z.B- der Ferienhalbinsel Djerba aus ist mit kleinen Expeditionen von Spezialveranstaltern möglich- - Tage zu den ausgedehnten Ruinenstädten von Magnis Leptis oder zum antiken Theater von Sabrata sind ein großartiges Erlebnis.

Die Reise in die Wüste ist nicht nur den eingefleischten Wüstenfreaks möglich, die mit schlappem Reifendruck ihre allradgetriebenen Fahrzuege in die riesigen Sanddünen von Mandara steuern- Reiseagenturen in

Tripolis bieten mehrtägige Fahrten, sogar Flüge ins Innere der Sahara zu den Seen im Idhan Ubari oder zu den Oasen von Kufra, zu den Black Mountains, zu den Krokodilzeichnungen im Wadi Mathendous, zu den Ghorfas der Berber im Ksar vom Nalut.Leider ist die Wüstenpolizei in Libyen eine der besten-

Zum Tibesti Gebirge im Tschad kommt man nicht, um sich die weltberühmten Felszeichnungen anzuschauen- Auch wird man vergeblich an die Gfrenze nach Algerien fahren.

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malerisch wohnen, wie die Yedi-Ritter

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