mystisches baalbek Libanon Rundreise

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von Karl Iten
aus Basel

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nur noch 6 Säulen des Jupitertempels stehen

Alleine die  Säulen des römischen Jupiter- Tempels messen 18,5 m in der Höhe- Die größte Tempelanlage des Römischen Reichs.

Wasserspeier in Löwenkopfform für den First

Als noch alle 5 korinthische Säulen standen, blickten wasserspeiende Löwen aus 20 m Höhe herab.

Das antike Baalbek, griech- Heliopolis im Libanon, in der Bekaa-Ebene in 1.120m Höhe gelegen-

Der gut erhaltene Bacchustempel auf

dem Gelände der Tempelanlage- Ihn hat der deutsche Kaiser Wilhelm II aufwändig restaurieren lassen.

Bacchustempel in Baalbek
Firststein im Bacchustempel, von Deutschen restauriert

 Der “schwebende Firststein” im Torsturz des Tempels war nach dem letzten schweren Erdbeben 1750 nur noch durch eine winzige Verkantung an ihrem Platz gehalten worden- Zur Restaurierung setzten

deutsche Ingenieure ein gemauertes Podest und Hydraulikpressen ein- Im Tempelinneren erinnert eine Gedenktafel in 15 m Höhe an den deutschen Kaiser- Als diese angebracht wurde, war sie noch ebenerdig- Der Schutt wurde inzwischen aus dem Monument entfernt und weiter Einzelheiten der römischen Baukunst freigelegt- Archäologen und Konservatoren der Berliner Museen waren maßgeblich an den Ausgrabungsarbeiten beteiligt- Das Pergamon-Museeum von Berlin bietet einen sehr großen Überblick über griechische und römische Tempelanlagen-

In 400 m Entfernung der Steinbruch, wo die monumentalen Fundamentsteine gebrochen wurden-

Der “unfertige” Koloss hat den Namen: “Stein der schwangeren Frau”

für alle Ewigkeit gebaut, doch Erdbeben haben über die Jahrtausende den Tempel zerstört

In der vielhundertjährigen Vorherrschaft des osmanischen Reichs nutzte man die Tempelanlage ebenfalls als willkommenen Lieferanten von hochwertigem Baumaterial- Aber die Mystik dieses besonderen Ortes in Baalbek lies die Türken auch eine Moschee in der Tempelanlage errichten-

1000 Tonnen schwere Fundamentsteine aus vorrömischen Zeiten

Bis zu 1000 Tonnen schwere Steinkolosse wurden als Fundament genutzt-

Welche Kultur den Anfang dieser Monumentalkonstruktion gelegt hat, bleibt ungewiss.

Vorhof des Jupitertempels

Das Volk der Semiten hat nach jüngsten Forschungsergebnissen vor 5.000 Jahren Syrien und das Gebiet des heutigen Libanons, die fruchtbare Bekaa-Hochebene  besiedelt- An seiner höchsten Stelle liegt Baalbek, die Stadt, die in assyrischen und ägyptischen Inschriften Balbiki genannt wurde liegt 1.150 m hoch- Tempelanlagen zu Ehren des Gottes Baal wurden vermutlich auf bereits vorhandene Tempelanlagen und monumentale Befestigungen unbekannter Kulturen errichtet- Die Ägypter hatten Schriften zufolge unter dem Pharao Thutmosis III das fruchtbare, wasserreiche Bekaa-Tal dem Reich im 15. Jahrhundert vor Christus einverleibt- Sie bauten, wie die Herrscher vor ihnen und die Kulturen nach ihnen mit den Materialien und auf den Fundamenten der alten Kultanlagen ihre eigenen Tempelanlagen-

Über eine mächtige Treppe schritten die Priester des Heiligtums in den -eckigen Vorhof- Von dort aus zum Jupitertempel.

Bekaa Ebene

Die Bekaa-Hochebene, 10-20 Kilometer breit zwischen dem Libanon und dem Anti-Libanon-Gebirge und 140 Kilometer lang, war seit Urzeiten Siedlungsgebiet. Funde von Tonscherben und Mauerresten lassen sich bis zu Jahrtausende zurück datieren.

Römisches Motiv Eberjagd

Adonissarkophag mit typischem Motiv der um das 2. Jh.n.Chr. beliebten römischen  Jagdsarkophage.

Pergamon Museum Berlin

Wertvolle Zeugnisse der Kultur des Libanons, Syriens und des Iraks befinden sich in Berliner Museen- Das Ischtar-Tor im Original sowie einige Teile der Tempel von Baalbek.

Die Griechen assoziierten vor der römischen Zeit den assyrischen Gott Baal mit ihrem Sonnengott Helios und nannten die Stadt entsprechend Heliopolis. Alexander der Große errichtete hier z.B.

Prächtig sind die Artefakte im Museeum von Beirut und die Geschichte

ihrer Rettung

Nationalmuseum Beirut

die gewaltigste Tempelanlage der Antike- Im 2. vorchr. Jh. konstituierte sich in der Bekaa das arabische Reich der Ituräer- Die jetzt noch vorhandenen Haupttempel wurden in römischer Zeit in Baalbek auf die älteren Vorgängerbauten errichtet,

 wo der Gott unter dem Namen Zeus Helios oder Jupiter Optimus Maximus Heliopolitanus verehrt wurde- Nach der Islamisierung des nahen Ostens dienten die zahllosen Baumaterialien zur Befestigung von Verteidigungsanlagen- Die Kreuzritter im Mittelalter rückten zwar weit nach Syrien vor, hatten gegen die monumentalen Burgen, erbaut auf den Grundfesten des alten Baalbek aber keine Chance-

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