mystisches jordanien

Klima
Tabelle

von Karl Iten
aus Basel

Travel 2005,
Reisen 2005,
Kreuzfahrten 2005, Frühbucher 2005, Frühbucherrab att 2005, Frühbucherrab atte 2005, Frühbucherprei se 2005, Bali 2005, Frankreich 2005, Myanmar 2005, Bahamas 2005, Tauchen 2005, Libanon 2005, Tunesien 2005, Mallorca 2005,

auf der Königsstrasse durch JordanienQuasr-al-Kharana

„Jordanien ist ein armes Land“, sagt unser beduinischer Fremdenführer Mohammad Ben Ghandi.

Mohammad ben Ghandi

Nein, Jordanien ist bestimmt nicht arm! Neben seinen Salpetervorkommen, neben Aqaba, dem Seebad am Rotem Meer und seinen Heilbädern am Toten Meer hat das „Heilige Land“ der Welt einiges mehr zu bieten.
Das kleine Land zwischen den Grenzen von Israel/Palästina, Syrien, Irak, und Saudi Arabien birgt Kultur, die bis über die Geschichte der Bibel hinausreicht.
Und die Bibel ist es auch, die Mohammad Ben Ghandi, einer von 1.600 ofiziellen Tourist-Guides Jordaniens der kleinen Reisegruppe aus Deutschland wieder in Erinnerung ruft, wenn sie die kulturell wichtigsten Orte Jordaniens im modernen Luxusbus auf der Königsstraße bereisen.

Die Zitadelle (Omayadenpalast und Tempel des Herkules) von Amman ist eine von vielen Sehenswürdigkeiten der jordanischen Hauptstsadt. Unter den 7 dichtbebauten Hügeln des „alten“ Ammans verbergen sich noch unzählige historische Schätze aus mindestens 10.000 Jahren Besiedelung. Was offensichtlich nach 3.000 Jahren noch sichtbar ist wurde mit Hilfe ausländischer Archäologen freigelegt und in seiner annähernd ursprünglichen Pracht den Besuchern aus aller Welt zugänglich gemacht.

eine Kirche neben der King Abdalla Moschee
twisit JORDAN

machen Sie mit, stellen Sie Ihr persöhnliches Video von Ihrem Jordanienbesuch ein und gewinnen Sie bei der Verlosung eine nächste Reise nach Jordanien

Zitadelle von Amman

Und damit tritt der zweite große Reichtum Jordaniens deutlich zu Tage: Die sprichwörtliche Gastfreundschaft der Jordanier.

Amman ist eine hochmoderne Metropole, in der fast 2 Mio. Menschen leben. Man sieht sowohl Frauen in der traditionellen Burkha gekleidet, wie auch junge Menschen, die sich westlich aufgeschlossen

bewegen. Man kann ohne weiteres als Frau aus Europa alleine in den schier

Beduinenen begrüssen Gäste mit Musik auf der traditionellen Rababa und Kaffee

zahllosen Ladenstraßen bis in die späten Abendstunden bummeln gehen. Einen Shai oder einen mit Kardamom gewürzten Kaffee bekommt man in den bazarähnlichen Geschäften angeboten und auch, wenn man nichts kauft ist man gerne willkommen und wird beim nächsten Besuch garantiert

wiedererkannt wie ein alter Freund herzlich begrüßt.

Man kann sich ungefähr vorstellen, welche Pracht dieses Philadelphia ausgestrahlt haben muss, bevor zahlreiche Erdbeben die 7 Hügel in Schutt und Asche gelegt haben. Für den Wiederaufbau nutzte man selbstverständlich auch die Steine der zerstörten griechischen und römisch-byzantinischen Gebäude.

Amman Zitadell
Amman Jordanien
modernes Jordanien
alte Kulturen aus der Bronzezeit hinterlassen merkwürdige Skulpturen

An das letzte große Beben 1927 erinnern sich die Alten noch sehr gut. „Es war, als habe Allah, gepriesen sei sein Name, das Ende der Welt beschlossen. Der Boden verschwand und kam aus einem anderen Teil

des Hauses wieder. Wände wehten wie Vorhänge. Über der Stadt brauste ein

Dröhnen, wie von tausend Gewittern.“

Schatzhaus in Petra
Geschichte und Geschichten sind ein Abenteuer für die Seele in Jordanien
Jordanien Rundreise
Mosaike in der St. George Church, Berg Nebo und anderen Ausgrabungsstätten werden von italienischen Restauratoren freigelegt und konserviert

Mohammad Ben Ghandi war früher als Polizist einer von 2 Verbindungsoffizieren, die als einzige auf der Allenby-Bridge zwischen Jordanien und dem Staat Israel Kontakt hielten.

Acht weitere Jahre war er Leiter der Polizeistation in Petra. Pensioniert arbeitet er mit Leidenschaft und großem Engagement als Fremdenführer u. a. für die großen Reiseveranstalter Deutschlands.

Ihn als Guide zu haben, bedeutet souveränes und absolut sicheres Reisen, Sehenswürdigkeiten zu Gesicht bekommen, die nicht jeder zu sehen bekommt, lebhafte Geschichte und viele Vergleiche zwischen den Religionen der Christen, Juden und Muslimen. „Ben Ghandi“, „Vater von Ghandi“, Mohammads erstgeborener Sohn wurde nach dem friedfertigen, indischen Freiheitskämpfer genannt. Mohammad ist für den Frieden, er lebt den Gästen Jordaniens die Geschichte des "Buchs" vor und erklärt auf dem Berg Nebo, wo Moses um das „Gelobte Land“ erblickt hat die Gemeinsamkeiten aller großen Religionen.

Die blumige Sprache der Araber hat viele Worte für ein und dasselbe. Für das Kamel, das Nutztier der Wüstenbewohner schlechthin hat man 160 Namen. Zusätzlich birgt die Unterhaltung im täglichen Leben eine Vielzahl von Satzverbindungen. Einfache Dialoge dehnen sich dabei oft über lange Zeit aus. Man nimmt sich die Zeit! Alleine schon die Begrüßung: „as-salàmu `alaikum“ heißt einfach nur „Guten Tag!“. In der Antwort dreht man den Satz um, und fertig wäre man mit dieser Begegnung...

Kamele im Wadi Rum

 jedoch  die Höflichkeit gebietet es dem gegenüber je nach Geschlecht, Alter, gesellschaftlicher Stellung, oder gar nach der Absicht, die man hinter der Begrüßung birgt einen besonders guten Tag zu wünschen. Einen „Guten Tag mit Honig“ z.B., „mit Blumen“, „mit dem Duft der Rose“, „mit der Kraft der Jugend“ oder einen „Guten Tag mit Sonne“. Ist es lange trocken gewesen und trifft man einen Gärtner, der auf Regen wartet, so gebietet es auch schon einmal die Höflichkeit, einen „Guten Tag mit Regen“ zu wünschen. Undenkbar in Deutschland!

JERASH

In Jerash ist das antike Gerasa zu besichtigen. Eine römische Stadt aus dem 1-3 Jhd. n. Chr. Nach dem Siegeszug des Feldherren Pompejus wurde der Grundstein im Jahr 63 v. Chr. zu dieser ausgedehnten Metropole gelegt.

Südeingang in Gerasa

 Ein Tag ist fast zu wenig, um dieses riesige Areal zu besichtigen, dass es mit Baalbek und sogar Rom aufnehmen kann.

<nach oben>

Ein Besuch von Gerasa  ist Pflicht eines jeden Jordanienbesuchs.

Zeus Tempel in Gerasa

Man betritt Jerash durch das Südtor das für römische Verhältnisse ungewöhnlich oval angelegte Forum. Eingefasst ist dieses Areal von einer Reihe ionischer Säulen.Von hier aus führt die gepflasterte Kolonadenstraße nordwärts. Zwischen den Säulen hatten die Händler ihre Stände.

Jerash Gerasa

Am Nymphäum, einem öffentlicher Brunnen, sind noch ursprüngliche Bemahlungen aus der byzantinisch-römischen Zeit erhalten.
Im Südtheater gibt es im Juli wegen der großartigen Akkustik Konzerte und Theateraufführungen mit internationalen Künstlern.

Hadriansbogen

Der Hadrianbogen in Jerash

im Theater von Gerasa spielen oft Musiker
Nympheum in Gerasa

Info unter: info@stephan-reisen.de Stichwort:
Jerash Festival 2007

<nach oben>

UMM QAYS / GEDARA

Blick auf die Golan Höhen von Umm Qays aus. Hier gibt es die Ausgrabungen des teilweise aus schwarzem Basalt gebauten römischen Gadara zu besichtigen, das wiederum auf helenistischen Grundmauern erbaut wurde. Umm Qays könnte aus dem Wortstamm des Arabischen „maqass“ resultieren, was soviel heißt, wie: „Kreuzung“. Diese Stelle im Vorgebirgte des Jordantals ist ideal als Zwischenstation mehrerer Handelswege.

Blick von Umm Qays auf die Golanhöhen und den See Genezareth
Wüstenschloss Qasr al-Kharana

QASR AL KHARANA

Östlich von Amman, mitten in der Ostwüste, Richtung irakische Grenze bei Azraq liegen mehrere omayadische Wüstenschlösser, z.B. Qasr al-Kharana im vorislamischen parthisch-sassanidischen Stil.Diese unwirtliche Gegend war bis vor wenigen Jahrzehnten noch

  subtropisch grün. Große Wasserflächen und Sümpfe versalzten und versandeten im Laufe der letzten paar Jahrtausende. Die Entwicklung hat sich in den letzten Jahrhunderten rapide beschleunigt. Kaum zu glauben, dass hier noch zur Zeit der römischen Herrschaft Straußen, Wiedehopfe, Wildesel und Antilopen gejagd wurden und man in den ausgedehnten Gewässern Fische fangen konnte und Schnecken sammeln. Heute sind die wenigen verbliebenen Feuchtgebiete Station für Zugvögel aus dem winterlichen Europa und ein ausgewiesenes Naturreserva.

BERG NEBO
Moses-Berg

KERAK

PELLA

Gewölbedecke in der Kreuzfahrerburg von Kerak
Pella in Jordanien
Berg Nebo Mosaiken

Die Kreuzfahrerburg in Kerak wurde von den Mamelukken ausgebaut

Pella ist eine großflächige Ausgrabungsstätte 6.000 Jahre alter und  griechischer bzw. römischer Siedlungen. Ganze Berge müssen hier abgetragen werden.
Vielleicht findet man auch den letztendlichen Bewis dafür, dass Pella der Geburtsort von Alexander dem Großen war. 

St. George Church in Madaba

Von hier aus erblickte Moses das Gelobte Land und starb hier.

MADABA

In Madaba in der
St. George Church ist die historische Mosaikkarte des Heiligen Lands mit dem Mittelpunkt Jerusalem zu besichtigen

Jordanienrundreisen hier direkt buchbar

Alleinreisende Frauen können unbesorgt Jordanien besuchen. Man begegnet ihnen höflich und respektiert sie. Natürlich sollte man die Jordanier nicht mit auffällig westlicher Bekleidung reizen. Aber keine Sorge, diese Damen tragen die Kopfbedeckung nur gegen den kalten Morgenwind.

Gegen Hitze und Kälte hilft die trditionelle Kopfbedeckung der Beduinen. Es gibt sie in allen Farben und Qualitäten

<nach oben>

Der Jordanische Dinar ist ungefähr 1 Dollar wert. Eine Taxifahrt mit den gelben Taxis innerhalb von Amman kostet zwischen einem halben und anderthalb Dinar. Alle Araber erwarten ein Trinkgeld.

Jordanischer Dinar mit dem Bild des verstorbenen König Hussein

Wer hat, der gibt. Wer viel Geld hat, der gibt viel. So steht es im Heiligen Koran! Touristen haben sehr viel Geld bezahlt, um von Europa, Japan oder von den USA aus nach Jordanien zu reisen. Also haben sie nach landläufiger Meinung der Jordanier viel Geld. Einfache Bilder, einfache Schlussfolgerungen

PETRA

Neben den ägyptischen Kulturdenkmälern ist Petra (griechisch:

Stein) im Nahen Osten wohl die bedeutendste Städte. Wo jedoch das Material der ägyptischen Tempel und Pyramiden mühsam herangeschaft und aufgebaut wurde, haben die Baumeister der Nabatäer Petra aus den rötlichen Kalksandsteinfelsen herausgearbeitet – ähnlich, wie die Sphinx von Gizeh. Kaum zu glauben, dass die Säulen und Verzierungen in Petra aus

den natürlichen Fassaden des Fels herausgemeisselt wurden. Erdbeben, Sandstürme und Schlammlawienen haben die Fassaden der meisten Gebäude zerstört und abgeschliffen und dabei die farbigen Schichten des Urgesteins wie Kunstwerke offenbart.

Petra Kloster
geologische Farbenpracht in Petra

Das Tal wurde 1812 vom als Orientale verkleideten Gelehrten Johann Burckardt für die Weltöffentlichkeit wiederentdeckt. Was noch alles unter den Hügeln im Tal von Petra zu finden ist, wird sich im Laufe der Zeit zeigen.Die Nabatäer, ehemals Nomaden, die auf

Obeliskengrab in Petra

der arabischen Halbinsel zwischen dem Königreich Saba (Jemen) und Gaza Handelswege unterhielten bauten Petra als uneinnehmbares Versteck und Zwischenstation auf ihren Handelsrouten. 22 km nordwestlich von Al Ola in Saudi Arabien ist eine weitere Nabatäerstadt, „Madain Saleh. Sie ist jedoch  nicht so versteckt gelegen und weniger bedeutungsvoll, als Petra.

Nabatäer

Petra war aber auch gleichzeitig Kreuzungspunkt der Handelswege von Asien nach Nordafrika. Die Nabatäer erhoben Schutzzölle und Beherbergungsmieten, und sie lebten von den Wasservorkommen in ihrem Bergreich, Wasser, die die Kamelkarawanen nach Tagen der Entbehrung benötigen.

der Sip von Petra, 2,2 km teilweise über 100 m tief aus dem Gebirge gewaschene  Schlucht

<nach oben>

Geschickt angelegte Wasserleitungen, gegen Verdunstung aus in Fels gehauenen Nischen, verlegte Terrakottarohrleitungen, rund 200 Zisternen, einem Überflutungsschutztunnel und Schutzdämme versorgten sie mit dem notwendigen Nass. Weil Petra selbst an der tiefsten Stelle des Tals lag, konnten die Nabatäer ein einheitliches Gefälle einhalten, was den optimalen Durchfluss gewährleistete. Reste der Wasserleitungen  kann man im 2,2 km langen Siq, mit seinen 100 m hohen, in Jahrtausenden von den Fluten der Hochwasser ausgehöhlten Wänden und im ganmzen Tal besichtigen. Auch die ehemalige Pflasterung der Schlucht ist an manchen Stellen freigelegt.

Al-Khazneh Farun
Schatzhaus des Pharao

Al-Khazneh Farun, das Schatzhaus des Pharao - in Petra, einem der neuen 7 Weltwunder und UNESCO Weltkulturerbe

Es ist der unvermittelte Eindruck, ein Wunder zu sehen, wenn man die 2,2 Kilometer des Sip, des engen, schattigen Tals mit seinen steilen, nach Oben hin zusammengehenden hundert Meter hohen Wänden durchschritten hat. Wie die Mitglieder der unzähligen Karawanen dieses erlebt haben müssen, das erschließt sich bei dem Anblick der leuchtenden Pracht. Al-Khazneh Farun, Schatzhaus des Pharao, diesen Namen haben die Beduinen der Fassade gegeben, in der Vermutung, dass dieses uralte Gebäude, mitten in der Wüste einen geheimnisvollen Schatz bergen müsse, so gewaltig es dort stehe. Warum “Pharao”, das weiß man nicht genau. Es gibt zwar auch Reste von Gebäuden in Petra, die tatsächlich Altägyptisch sind,

aber das Schatzhaus ist definitiv im 1. Jahrhundert nach Christi Geburt errichtet worden.
Bereits vor seiner Fertigung haben die Nabatäer mit der Technik, “von Oben nach Unten”

Gräberfassaden erstellt. Einige sind mit ihrer Ornamentik, zwei aufeinander zulaufende Treppen sehr eindeutig. Aber das Schatzhaus weist offensichtlich hellenistische Einflüsse auf. Vermutlich haben gegenüber auf dem Berg die Baumeister mit ihren Plänen und Bauzeichnungen gesessen und haben das Heer von Steinmetzen dirigiert, die, wie ein Computerplotter, von Oben nach Unten, Zeile für Zeile, auf den immer wieder neu entstehenden horizontalen Arbeitsplattformen die Reliefs aus dem Stein gehauen haben.
Auf statische Probleme mussten sie bei dieser Bauweise keine großen Rücksichten nehmen, weil der Berg ansich abstützt.

Trotzdem ist der querlaufende, mächtige Sturz mit seinem Giebel über dem Eingang ins Innere sowohl optischer Halt, als auch der Halt für die Fassade.

Der Weg: Obeliskengrab, dann Siq, dann Al Khazneh = Schatzhaus dann Theater, 
 
dann links die Fassaden Urnengrab, Seidengrab, Korinthisches Grab, Palastgrab in einer   Reihe, zum Teil haben die unbarmherzigen Sandstürme über die Jahrhunderte die  Fassaden abgeschliffen, dafür aber die Farben der Sandsteinschichten freigelegt.

hier im breiten Tal waren auch Ansiedlungen, die wenigen Häuser und die zahllosen  Nomadenzelte. Der Boden ist bedeckt von kleinen Scherben nabatäischer Keramik 
dann etwas weiter Grab des Sextius Florentinus,
 
Durch das Wadi Musa geht es in westliche Richtung zum Qasr al-Bint, zum Tempel der   geflügelten Löwen, zur byzantinischen Kirche mit seinen Mosaiken und seinem  Taufbecken und zur Kreuzritterburg. 840 Stufen geht man hoch bis zum Ed-Deir (Kloster)   auf halbem Weg sieht man das Löwentriklinium. 

Schatzhaus des Pharao am Ende des Siq

Die in den Fels geschlagenen Vertiefungen links und rechts der Fassade dienten wohl späteren islamischen Kulturen als Steighilfen, um die figürlichen Darstellungen wegzuschlagen. Im Islam sind keine Darstellungen von Personen erlaubt, zumal es sich wohl auch noch um Darstellungen von Göttern der Nabatäer, Griechen und auch der Römer gehandelt haben musste, die für Moslems Götzen der Ungläubigen gewesen sind. Macht man sich die Mühe, auf den Berg oberhalb der Schatzhausfassade zu steigen, dann kann man die Treppensysteme noch sehen, mit denen die Arbeiter zu ihren Plätzen gelangt sind.
Vor dem Eingang ins Innere des Schatzhauses befinden sich 6 Säulen, wovon nur die beiden Inneren freistehend sind. Man weiß, dass sie ebenfalls keine tragende Funktion für die Fassade haben, weil die linke

der Beiden im vorigen Jahrhundert erst wieder errichtet worden ist.Weil das Schatzhaus an einer Stelle steht, wo die Erosion durch sandhaltigen Wüstensturm nicht so gravierend war, steht es noch, im Gegensatz zu zahlreichen anderen Fassaden des Tals.
Petra muss vor 2000 Jahren einen betörenden Anblick vermittelt haben. Eine wasserreiche, grüne Oase, belebt, mit den Karawanen, die aus Persien kommend, aus der arabischen Halbinsel, aus Alexandria aus Syrien, Knotenpunkt des damaligen Welthandels gewesen ist.

WADI RUM

Wie in einer anderen Welt wähnt man sich im Wadi Rum. Man möchte Vergleiche mit den neuesten Aufnahmen der Marsoberfläche ziehen. Einzelne grüne Akazienbäume mitten in dieser trostlosen aber doch phaszinierenden Landschaft sehen aus, als sollte dort ein einsamer Cowboy sein Pferd anbinden. Und doch laufen plötzlich Kamele durchs Bild, die einen daran erinnern, dass man sich in der Jordanischen Wüste befindet, im 900-1000 Meter hoch gelegenen Wadi Rum.

<nach oben>

Wadi Rum

Durch das Wadi führt noch die Eisenbahnlinie, Ziel der Anschläge und Überfälle, die die Arabischen Freiheitskämpfer zusammen mit dem Briten Thomas Edward Lewrence verübt hatten, um sich vom Joch der jahrhundertelangen Besetzung durch die Osmanen zu befreien. Wir erinnern uns, dass "Lawrence von Arabien“ daran zerbrach, dass er nur von den Briten ausgenutzt worden war, um eine Kolonialherrschaft durch eine andere zu ersetzen.

alte thamudische Inschriften im Wadi Rum zeugen von Karawanen der Nabatäer

Das Wadi Rum bildet die Kulisse für den Behauptungswillen der jordanischen Beduinen gegen eine unwirtliche Landschaft. Ihr Familien- und ihre Stammeszusammenhalt und darüber hinaus ihr fester muslemischer Glaube sind Garant, sich gegen Felsen, Sand, Trockenheit, Hitze und Kälte zu behaupten. Im Wadi Rum spürt

selbst der Tourist, was es heißt, hier zu leben und dieses Land zu lieben.

Das Wichtigste für den Beduinen ist die Familie. Danach kommt die Stammeszugehörigkeit. Oberhaupt der Familie ist der Mann. Oberhaupt des Stammes ist der Stammesfürst, der Scheich. Dieser spricht Recht. Danach ist es jedem unbenommen, Gerichte anzurufen. Jedoch ist das Wort des Scheichs immer noch geprägt von der Weisheit der Wüste und den strengen Moralvorstellungen einer muslemischen Gesellschaft. Die Wüste, verbunden mit den geschriebenen Worten des Heiligen Buchs hat eigene Gesetze. Zum Beispiel die Gesetze der Ehre. Davon handelt diese Geschichte.

Ali, dritter Sohn Ibrahims begehrt seit langem Fatmah, fünfte Tochter von Mohammat. Beide sind lange noch nicht dran, zu heiraten. Erst muss Ibrahim die Brautkosten für seine beiden Ältesten zusammenbekommen. Und erst müssen Fatmahs ältere Schwestern gut und teuer  verheiratet werden.
So bleibt Ali nur das Träumen. Und er träumt. Eines Tages ist er so aufgewühlt von seinem nächtlichen Träumen, dass er am abendlichen Feuer sitzend davon den anderen jungen Männern erzählt. Er beschreibt fantasievoll Fatmah, von ihren duftenden Haaren angefangen bis zu ihren weißen Schenkeln und weichen Fußsohlen. Er lässt keine Einzelheit aus. Man hängt fasziniert an seinen Lippen. In der Wüste wird viel und gerne fabuliert. Und man hört gerne Geschichten.
Fatmahs ältester Bruder sitzt mit am Feuer und er erzählt am nächsten Tag von Alis Fantasterei. Muhammat fällt vor Entsetzen fast vom Kamel. Er reißt sich vor Wut seine Keffiyeh vom Kopf, wirft sie in den Wüstensand und jammert um seine Ehre.

Der Scheich lässt vortreten. Muhammat ballt die Hände zu Fäusten und erzählt von der großen Schmach, die über ihn gekommen ist.
„Dieser Ali, dieser verbrecherische Sohn des Ibrahim hat selbst erzählt, wie er meine Blume, meinen kleinen Sonnenstrahl Fatmah verführt hat und ihr die Ehre genommen hat. Ich habe das Wertvollste verloren, was man nach seinen Söhnen haben kann. Ich bin entehrt und lächerlich gemacht. Ich verlange Bestrafung, Genugtuung, erhabener Scheich.“
 
Der Scheich lässt Zeugen vortreten. Den ältesten Sohn Muhammads.
„Hat Ali ibn Ibrahim erzählt, wie er mit Fatmah Unzucht gehabt hat?“
„Ja, erhabener Scheich. Ich habe es mit meinen eigenen Ohren gehört.“
Der Scheich lässt noch weitere Zeugen aus der Runde kommen und stellt ihnen die Frage. Sie müssen sie alle mit Ja beantworten, weil es schließlich so gewesen war und nicht anders.

Ali ibn Ibrahim soll kommen. Der Scheich stellt ihm auch die Frage, ob er am Feuer erzählt habe, wie er mit Fatmah, Muhammads Tochter Unzucht außer der Ehe hatte und ohne die Gesetze des Stammes über die Eheanbahnung befolgt zu haben, ohne den Brautpreis je bezahlt zu haben und ohne Ehegelübte vor dem Scheich und vor Allah dem Allmächtigen.

Schließlich wird Alis Vater zu der Versammlung gerufen und der Scheich verkündet das Urteil.
Ibrahim ben Ali soll 100 Kamele für Muhammad bringen um die Schande zu tilgen, die sein Sohn Ali verursacht hat.

Muhammad nickt eifrig. Er ist mit dem Urteilsspruch sehr einverstanden. Ibrahim neigt den Kopf, zieht seinen Sohn Ali an den Ohren aus dem Zelt des Scheichs und macht sich davon, 100 Kamele zusammen zu bekommen. Er dünnt seine Herde aus, leiht sich viele Tiere, so dass er ein armer Mann sein wird.
Am Morgen sind die Kamele am Zelt des Scheichs zusammengetrieben, eine große Herde. Muhammad kann es kaum erwarten. Er will nach dem Zaumzeug des Leitbullen greifen, als ihn der Scheich zurück ruft:
„Halt! Nur die Schatten der Tiere sind dein, sonst nichts!“

 

 alle Jordanienrundreisen hierhier hier direkt buchbar

direkt buchbar

TOTES MEER

Biblische Wurzeln offenbaren sich am 400 Meter unter dem Meeresspiegel gelegenen Toten Meer. Auch im Koran sind die Städte Sodom und Gomorrha erwähnt, die um 2300 v. Chr. von Gott zerstört wurden. .

Am Ufer des Toten Meers liegen Bad adh Dhraa an der Straße nach Karak und rund 15 km weiter der Ort Numeira; es können laut Ausgrabungen die beiden Städte gewesen sein. In Dayr Ain Abata, in der Nähe von Safi, sind eine Kirche und eine Höhle entdeckt worden, die womöglich Lot und seinen Töchtern als Schutz gedient haben.

Sonnenuntergang am Toten Meer, 400 Meter unter dem Meeresspiegel

König Herodes hatte hier am Toten Meer sein ganz persönliches Bad eingerichtet, Callhiroe. Ausgrabungen sind in der Nähe des Dead Sea Spa Hotels zu besichtigen

AQABA

der Japanische Garten liegt direkt vor der Küste von Aqaba im Roten Meer und ist eine der unberührtesten Korallenlandschaft unter Wasser

Das Seebad Aqaba ist ganzjährig geöffnet. Viele hochmoderne Hotelanlagen entlang der Küste versprechen Luxus, feinsandige Strände und unberührte Tauchgründe, die direkt hinter dem Strand anfangen. Dieser Küstenstrich wurde gegen ein riesiges Wüstenareal im Südosten mit den Saudis eingetauscht, die natürlich entgegen aller Vorhersage auch in diesem Wüstengebiet wieder Öl entdeckten. Jordanien selbst hat übrigens keine einzige Ölquelle.

<nach oben>

Aqaba bietet für den westlichen Urlauber alles

Man isst ausgiebig in Jordanien. Die Küche ist vergleichbar mit der Libanesischen Küche. Also ausgezeichnet! Wer über die Meze „massa“ hinauskommen will, der muss schon sehr viel essen können. Die meisten Touristen, so sie sich auf diese Küche einlassen, kommen nicht über Meze hinaus. Eine Schüssel Homus „houmus“, Kichererbsenmus mit Sesamöl und Zitrone und ein gerade frisch gebackenes Fladenbrot „raigìf“, ein paar Oliven, ein Glas süßer Tee „schài“ und hinterher verschiedene Gebäcke „baqlawa“ und man ist satt und benötigt für den Rest des Tages, für die vielen Kilometer Besichtigungstour nur noch eine große Flasche Wasser „mà ma‘ danì“.
Alkohol wird zu hohen Preisen nur in Restaurants der internationalen Hotels ausgeschenkt.

In Lizens wird Amstel Beer gebraut, was man in Amman und Aqaba kaufen kann. Wein wird importiert und bekommt für die Touristen ein Etikett aus Jordanien und dem Zusatz „Wine Of The Holy Land“. Ein beliebtes Mitbringsel !

Meze sind die Vorspeisen in den arabischen Ländern, die alleine schon ein Genuss sind

Ansonsten ist es Muslimen verboten, sich zu berauschen. Alkohol nimmt man allerdings als „Medizin“. Arak ist dabei bevorzugtes Getränk.

Geschichtliches:

13 Jhd. v. Chr.
Die Israeliten erreichen unter der Führung von Moses aus Ägypten kommend das Gelobte Land (Palästina)

12. Jhd. –9. Jhd. v.Chr.
Aus Kleinasien kommend erreichen die Philister Palästina und gründen die Königreiche Edom, Moab und Ammon in einer Linie zwischen dem heutigen Akaba (Aqaba) und Amman (Ammon). Israeliten und Moabiten bekriegen sich.

960  v. Chr.
Erster Tempel in Jerusalem von König Salomon erbaut. Spaltung des Reichs nach seinem Ableben.

745 v. Chr.
Die Assyrer (Syrien) erobern das Nordreich.

587 v. Chr.
Die Babylonier besiegen die Assyrer und zerstören Jerusalem.

4. v. Chr.
Die Nabatäer gründen Petra.

331 Jhd. v. Chr.
Alexander der Große, geboren Juli 356 v. Chr. in Pella (Jordantal), gestorben 10. Juli 323 v. Chr. in Babylon, beigesetzt in Alexandria (Ägypten) besiegt die Perser und gründet das Diadochenreich. Die helenistische Kultur wird Grundlage der Baukunst.

63 v. Jhd. Chr.
Pompejus bildet den römischen Städtebund der selbstverwalteten Dekapolis.

9 - 40 Jhd. n. Chr.
Unter dem nabatäischen König Aretas IV gelangt das Nabatäerreich zu großem Reichtum. Griechische und römische Baumeister gestalten die Schlucht von Petra.

106
Kaiser Trojan besiegt die Nabatäer, und römische Bauwerke setzen auf die ursprüngliche Baukunst Petras auf.

111-114
Die Via Nova entsteht unter dem römischen Kaiser Trajan. Die Städte Gerasa (Jerash) und Philadelphia (Amman) gelangen zur ihrer Blütezeit.

395
Das römische Reich zerfällt und teilt sich auf. Die Byzantiner beherrschen den Nahen Osten.

396 – 632
Die wichtigen Handelsrouten zwischen Europa und Asien führen durch das byzantinische Reich. Christliche Kirchen entstehen, wie z.B. in Madaba.

632 – 750
Die Byzantiner werden in der Schlacht am Yarmuk von den islamischen Truppen geschlagen. Das Omaijadenreich unter dem Kalifen von Damaskus dehnt sich über Palästina aus.

1071
Die türkischen Seldschuken erobern Palästina.

1099
Im ersten von 3 Kreuzzügen erobern Kreuzritter Jerusalem zurück und richten ein furchbares Blutbad an. Die Burgen von Kerak und Shaubak werden errichtet.
1187 - 1291
Niederlage der Christen am See Genezareth und Abzug aus dem Heiligen Land.

1517 – 1918
400 Jahre halten nach der Eroberung die osmanischen Türken das Land besetzt und beuten es rücksichtslos aus.

 

<nach oben>


1916 – 1918
Arabische Revolution unter dem Haschemiten Hussein ibn Ali und seinem Sohn Faisal. Befreiung von Akaba und Damaskus mit Hilfe der Briten.

1920
Nach dem 1. Weltkrieg und dem Sieg gegen die Türken verleiben sich die Briten Palästina ein. Frankreich setzt König Faisal vom Thron in Damaskus ab und herrscht über ganz Syrien mit dem heutigen Libanon.

1921
Um sich die Ölvorräte des nahen Ostens zu sichern setzen die Briten König Faisal als Herrscher des Iraks ein.
Sein Bruder Abdulla wird Emir von Transjordanien, das 2 Jahre später von Palästina abgetrennt wird.
1946
Unter Abdullah wird Transjordanien zum unabhängigen Königreich.

1948 – 1950
Nach der Gründung des Staates Israel bei der die Interessen der Palästinenser unberücksichtigt geblieben sind besetzen arabische Truppen Westjordanien (West Bank) und Ostjerusalem mit dem Tempelberg und erklären das Haschemitische Königreich.

1951
Ermordung von König Abdullah. Sein Sohn Talal wird König.

1953
König Hussein, Sohn von König Talal folgt auf den Thron.

1967
„Sechstagekrieg“. Verlust der Altstadt von Jerusalem und der West Bank. Massive Einwanderung von palästinensischen Flüchtlingen nach Jordanien.
Sie bilden einen Staat im Staate und planen von Jordanien aus ihre Überfälle auf Israel.

1970
Palästinenseraufstand, Unruhen in Jordanien.

1974 - 1988
König Hussein löst für 10 Jahre das Parlament auf und verzichtet schrittweise bis 1988 auf die West Bank zugunsten eines zukünftigen, unabhängigen Palästinenserstaats.

1989
Demokratische Parlamentswahlen in Amman.

1990 - 1991
Erster Golfkrieg. König Hussein stellt sich gegen eine Invasion der USA und verlangt unbedingt eine innerarabische Lösung ohne Einmischung von Außen.
(Wie recht er hatte, das stellt sich erst jetzt der Weltöffentlichkeit nach dem 2. Krieg gegen den Irak dar. Anm. d. Red.)

1993
Obwohl Jordanien zum überwiegenden Teil den Palästinensern Zuflucht und Heimat bietet wird der Jordanische König Hussein beim Friedensschluss der PLO mit Israel übergangen.

1994
König Hussein gelingt die Aufhebung der internationalen, politischen Isolation nach der Unterzeichnung des Friedenspackts mit Israel.

1999
Tod von König Hussein ibn Talal. Sein Sohn Abdallah besteigt den Thron. Er führt die Modernisierung Jordaniens fort und stärkt die internationalen Beziehungen.
 

Ihre Jordanienrundreise hier direkt buchbar

Reiseplanung und überdurchschnittlichen Support für eine Tunesienrundreise gibt es unter info[et]krefelder-reisen.de

<nach oben>

Sonderangebote im Royal Diving Club in Aqaba Zimmer ab 50 EURO inkl. Frühstück

Jederzeit ausbaufähige Pauschalangebote und Hotels sind unter www.krefelder-reisen.de in den Buchungstools zu finden. Oder einfach anrufen: 02151 80 20 21